Errichtungsbeschluss
Einstimmiges Ja zur Gesamtschule

Münster -

Schulausschuss und Sportausschuss haben am Dienstagabend einstimmig den Errichtungsbeschluss für die neue Gesamtschule im Ostviertel gefasst. Die Schule soll im Sommer 2016 starten.

Mittwoch, 25.02.2015, 00:02 Uhr

Auf dem Gelände  der OFD soll die Gesamtschule entstehen.
Auf dem Gelände  der OFD soll die Gesamtschule entstehen. Foto: Matthias Ahlke

Es gab noch einmal einige Rede-Scharmützel – am Ende waren alle dafür: Der Schulausschuss und der Sportausschuss haben am Dienstagabend in einer gemeinsamen Sitzung einstimmig den Errichtungsbeschluss für eine zweite städtische Gesamtschule gefasst.

Auf Antrag von SPD und Grünen begleitet ein interfraktioneller Arbeitskreis die Planungen. Außerdem haben die Mitglieder der Ausschüsse mehrheitlich die Meinung bekundet, dass der Denkmalschutz des Gebäudes der jetzigen Fürstenbergschule aufgehoben werden und damit ein Abbruch zugunsten eines Neubaus möglich sein soll, wenn die Stadt nicht rechtzeitig das Gelände der Oberfinanzdirektion (OFD) an der Andreas-Hofer-Straße übernehmen kann.

Dort nämlich soll, so die Wunschvorstellung der Stadt, die sechszügige Gesamtschule entstehen. Starten, da waren sich alle einig, soll die Schule unbedingt zum übernächsten Schuljahr. Soeben erst mussten wieder fast 200 Kinder, die von ihren Eltern an der bisher einzigen städtischen Gesamtschule Mitte angemeldet worden waren, mangels Plätzen abgewiesen werden.

Der Sportausschuss war in der Sache gefragt, weil die Halle des Karatevereins Shotokan , derzeit auf dem künftigen Gesamtschul-Gelände angesiedelt, in jedem Fall verlagert werden muss. Sportamtsleiter Bernd Schirwitz sagte, er sei sicher, dass die Umsiedlung des „sehr erfolgreich arbeitenden Vereins“ mit rund 400 Mitgliedern in die nähere Umgebung gelingen werde. „Die Gespräche sind sehr konstruktiv“, so Schirwitz. Die jetzige Halle steht auf einem Erbpachtgrundstück der Stadt.

Der potenzielle Abbruch des denkmalgeschützten Baus der Fürstenbergschule aus den 60er Jahren muss in Erwägung gezogen werden, wenn das Gelände der OFD vom Land nicht rechtzeitig übernommen werden kann. Dann muss die Schule ohne das OFD-Grundstück geplant werden. Diese Planung, so der neue Schuldezernent Thomas Paal in seiner ersten Sitzung im Fachausschuss, werde nun parallel vorangetrieben – alles mit Blick auf den Start im Sommer 2016. Die Abbruchgenehmigung eines Denkmals ist laut Paal aber nur möglich, wenn ein „überwiegendes öffentliches Interesse“ für andere Zwecke vorliege.

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