Unterstützung des Katholikentages
SPD folgt den Grünen: Sachleistung statt Barzuschuss

Münster -

Sachleistungen statt Barzuschuss – nach den Grünen im Rat hat sich am Montagabend auch die SPD-Ratsfraktion auf diese Vorgehensweise geeinigt, wenn es um eine Unterstützung des Katholikentages 2018 durch die Stadt Münster geht.

Dienstag, 17.03.2015, 06:03 Uhr

 
  Foto: dpa

Damit steht fest, dass es für einen Barzuschuss in der Ratssitzung am 25. März keine Mehrheit geben wird, zumal sich am Montagabend auch die FDP dagegen ausgesprochen hat.

In einem Rats­papier von Oberbürgermeister Markus Lewe werden 1,2 Millionen Euro als Zuschuss genannt. Dieses Papier findet bislang nur die Unterstützung der CDU, die 26 der 73 Ratsmitglieder stellt.

Wie der SPD-Fraktionschef Dr. Michael Jung am Montagabend mitteilte, sei der Beschluss zu Gunsten eines Alternativkonzeptes einstimmig gefallen. Nach dem Willen der SPD sollen beim Katholikentag im Mai 2018 unter anderem sämtliche städtischen Immobilien den Organisatoren kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Das gelte ausdrücklich auch für die Halle Münsterland, so Jung. In der Halle Münsterland sollen viele Katholikentags-Veranstaltungen stattfinden. In dem städtischen Papier werden hierfür 300 000 Euro veranschlagt. Auch die Nutzung der Schulen soll unentgeltlich sein (100 000 Euro).

Darüber hinaus hält es die SPD für angemessen, für den Katholikentag ein sehr günstiges ÖPNV-Ticket aufzulegen und entsprechende Verluste bei den Stadtwerken in Kauf zu nehmen.

„Wir freuen uns auf den Katholikentag“, so der SPD-Fraktionschef, ein Barzuschuss für die kirchliche Großveranstaltung sei „angesichts des Schuldenstandes der Stadt“ aber nicht vermittelbar.

Zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch möchte die SPD ihren Antrag vorlegen und mit den anderen Parteien besprechen. „Große Schnittmengen“ sieht die SPD mit dem Antrag der Grünen.

Darüber hinaus liegen weitere Anträge der CDU, der FDP und der Linken vor.

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