Maßnahmen gegen Überflutungen geplant
„Münster wird anders aussehen“

Münster -

Ein Dreivierteljahr liegt das Jahrhundert-Unwetter vom 28. Juli 2014 zurück. Die meisten Schäden sind behoben, doch in der Verwaltung hat die Aufarbeitung des meteorologischen Ausnahme-Ereignisses gerade erst begonnen. Der Arbeitsauftrag: Ein Hochwasser wie damals soll es nicht noch einmal geben.

Mittwoch, 01.04.2015, 07:04 Uhr

Eine der Stellen, an der das Tiefbauamt das Überschwemmungsrisiko verringern will: Bahnunterführung am Kappenberger Damm.
Eine der Stellen, an der das Tiefbauamt das Überschwemmungsrisiko verringern will: Bahnunterführung am Kappenberger Damm. Foto: Matthias Ahlke

Erste Maßnahmen, wie die Entwässerung der Stadt und der Schutz vor Überflutungen verbessert werden können, zeichnen sich im Tiefbauamt bereits ab. Nach Einschätzung der Verantwortlichen wird deren Umsetzung viele Jahre dauern und etliche Millionen Euro kosten – wenn denn das erforderliche Geld fließt. Wie gravierend die geplanten Maßnahmen das Stadtbild verändern könnten, fasst Tiefbauamt-Mitarbeiter Berthold Reloe zusammen: „ Münster wird danach anders aussehen.“

Dilemma zwischen Anwohnerschutz und Ökologie

Noch ist das Tiefbauamt am Anfang seiner Überlegungen. Doch es liegen erste Vorschläge auf dem Tisch. Profitieren sollen zunächst jene Bereiche der Stadt, wo das Hochwasser die schwersten Schäden anrichtete – oder schon seit Jahren immer wieder für Probleme sorgt. An der Kanalstraße plant die Stadt, westlich der Aa einen Damm zu errichten. Die Entwässerung der Bahnunterführung des Kappenberger Damms soll überarbeitet werden, ebenso die Entwässerung in Teilen von Nienberge und Kinderhaus.

Wienburgpark, die Aa und die Kanalstraße nach den Regenfällen

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So sind an vielen Stellen im Stadtgebiet die Wasserdurchläufe unter Brücken zu klein, berichtet Tiefbauamt-Mitarbeiter Alexander Buttgereit . Sie sollen verbreitert werden, etliche Brücken werden wohl neu gebaut werden müssen. Kurzfristig will die Verwaltung Gitter vor Brücken-Durchläufen – soweit möglich – entfernen, damit das Wasser im Unwetterfall nicht unnötig aufgehalten wird.

Unwetter im Münsterland
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Vor allem dieses Ziel hat die Verwaltung: Im Ernstfall soll Wasser in größeren Mengen und schneller abfließen als bisher. Damit könnte die seit Jahren geplante Umgestaltung der Aa in der Innenstadt platzen, erläutert Reloe. Mehr Grün würde die Fließgeschwindigkeit eher verringern statt erhöhen. Wie genau das Dilemma zwischen Anwohnerschutz und Ökologie gelöst werden kann, ist noch nicht endgültig geklärt.

Optische Veränderungen

Beide Verwaltungsmitarbeiter verweisen darauf, dass bei allen geplanten Maßnahmen sowohl Politik als auch Bürger mitreden sollen. Schließlich geht es um viel Geld – und auch um optische Veränderungen. So gibt es Überlegungen, erstmalig überhaupt neue Straßenpflaster zu verwenden, die Wasser wie ein Schwamm aufnehmen können.

Unwetter in Münster - Das große Aufräumen

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Mehr noch: Die Verwaltung prüft zudem das Szenario, Straßen als Notwasserwege zu planen, die im Ernstfall vorübergehend zu einem Flussbett werden. Das kostet viel, sehe auch anders aus, als man es gewohnt sei: „Aber dafür werden Folgeschäden für die Volkswirtschaft verringert“, sagt Reloe.

„Wir wollen Münster zukunftsfähig machen und dabei möglichst wenig Geld ausgeben“, beteuert Buttgereit. Ein Spagat, der nicht leicht werden dürfte – und nicht zuletzt Zeit braucht. Die Umsetzung des Programms werde wohl viele Jahre dauern.

Unwetter in Münster

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