Katholischer Gottesdienst
Nach Ratsbeschluss: Verbindungen sind in Aufruhr

Münster -

Katholische Studentenverbindungen fürchten um ihre Zukunft in Münster. Alle 15 haben sich daher zusammengetan und veranstalten am Dienstag einen gemeinsamen Gottesdienst.

Dienstag, 14.04.2015, 06:04 Uhr

Die katholische Studentenverbindung Winfridia gehört zu den nicht-schlagenden Verbindungen.
Die katholische Studentenverbindung Winfridia gehört zu den nicht-schlagenden Verbindungen. Foto: Katharina Tenberge

Seit eine linke Mehrheit im Rat der schlagenden Landsmannschaft Rhenania den Zutritt zum Rathaus verwehren wollte , sind auch die katholischen Studentenverbindungen in Aufruhr: „Der Beschluss hat uns zu denken gegeben. Schließlich könnten wir selbst einmal in der Situation sein, den Festsaal für eine Veranstaltung nutzen zu wollen“, sagt Reinhard Alt­rogge , Vorsitzender der Studierenden im Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen.

Auch, wenn der Ratsbeschluss im Nachhinein von Regierungspräsident Reinhard Klenke gekippt worden ist, seien die katholischen Verbindungen in Münster besorgt. „Denn eine Mehrheit des Rates würde genauso wieder entscheiden“, meint Altrogge. Zwar grenzen sich die katholischen (nicht-schlagenden) Verbindungen von den schlagenden ab, nehmen aber ebenso keine Frauen in ihren Reihen auf. Und das war der Hauptgrund, weshalb die linke Ratsmehrheit nicht wollte, dass Rhenania seinen Kommers im Festsaal abhält.

Mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der St.-Lamberti-Kirche wollen die 15 katholischen Studentenverbindungen am Dienstag (14. April) um 19.15 Uhr auf sich aufmerksam machen. „Wir sind aktive, junge katholische Menschen, die auch außerhalb der Verbindung für ihre Werte eintreten“ – so will Altrogge die Vereinigungen verstanden wissen und beklagt, dass oft alle Studentenverbindungen in einen Topf geworfen würden.

Dass keine Frauen aufgenommen würden, sei historisch begründet – als etwa seine Verbindung Winfridia 1856 gegründet wurde, habe es einst nur Männer an den Universitäten gegeben. „Frauen sind aber bei nahezu allen unserer Veranstaltungen mit dabei“, sagt er. Und natürlich dürften Frauen auch zum Gottesdienst kommen.

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