Erste Beschaffungskonferenz des Verteidigungsbündnisses in der Halle Münsterland
Nato tagt in Münster

Münster -

Hochkarätige Entscheider der Nato werden vom 14. bis 16. April in Münster erwartet. Grund ist die Beschaffungskonferenz des nordatlantischen Verteidigungsbündnisses im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland.

Mittwoch, 11.03.2015, 12:03 Uhr

Produkte und Ausrüstung für den Einsatzalltag waren auf der Ipomex auch bisher zu sehen, die Defense Expo zeigt darüber hinaus erstmals militärische Ausrüstungsgegenstände.
Produkte und Ausrüstung für den Einsatzalltag waren auf der Ipomex auch bisher zu sehen, die Defense Expo zeigt darüber hinaus erstmals militärische Ausrüstungsgegenstände. Foto: Oliver Werner

Die Nato Support Agency (NSPA) ist auf der Suche nach weiteren Unternehmen, die die Armeen der Mitgliedsstaaten mit Ausrüstung versorgen. Die etablierte Polizeifachmesse „Ipomex“ wird deshalb erstmals um eine weitere Messe ergänzt, die „Defense Expo “.

Die NSPA wandert mit ihrer Konferenz durch Europa. Dass für die fünfte Auflage nun Münster an der Reihe ist, liege nicht zuletzt an der Ipomex, heißt es in einer Ankündigung der Halle Münsterland. „Der Kontakt zur Polizei und zu Firmen, die die Beamten ausrüsten, ist für die Nato besonders interessant“, erklärt Ipomex-Projektleiter Tobias Schmitz.

2013 sahen sich Vertreter des Bündnisses die Fachmesse und die Konferenzräume an. Der Besuch aus Luxemburg, wo die NSPA ihren Sitz hat, sei begeistert gewesen: Die unterschiedlichen Größen der Säle und die direkte Anbindung zur Ausstellung seien ein überzeugendes Argument für die Halle Münsterland gewesen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Nun ist ein Verteidigungsbündnis kein Messeveranstalter. „Für uns sprach daher auch, dass wir als erfahrener Partner die begleitende Ausstellung zur Konferenz, die Defense Expo, vermarkten“, so Tobias Schmitz. So bekam Münster den Zuschlag. Während die NSPA im Rahmen der NLSE-Conference – die Abkürzung steht für „Nato Logistics Stock Exchange“ – Zulieferfirmen in Workshops erläutert, wie sie mit dem Bündnis ins Geschäft kommen, zeigen mehr als 60 Aussteller auf der Defense Expo ihre Produkte. Dazu zählen Uniformen, Nachtsichttechnik, Radarsysteme und Fahrzeuge. Erwartet wird ein internationales Publikum aus Europa und Nordamerika.

Parallel findet die siebte Ipomex statt, die sich als Fachmesse und Konferenz für die Polizei sowie für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben etabliert hat. Auch hier wird die Messe mit Ausstellern aus ganz Europa ergänzt durch Fachvorträge. So steht beim „Leitstellentag“ die technische Ausstattung von Einsatzzentralen im Mittelpunkt. Dabei geht es um die Anbindung an den Digitalfunk ebenso wie um die Rolle, die Social Media in Leitstellen spielen kann.

Eine weitere Fachtagung beleuchtet „aktuelle Themen des Bevölkerungsschutzes“. Angesprochen wird unter anderem die Zusammenarbeit von Krisenstäben über Grenzen hinweg. Über aktuelle Herausforderungen im Zeichen „vernetzter Sicherheit im 21. Jahrhundert“ informiert Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn. Zu den Herausforderungen zählt das Phänomen des militanten islamistischen Terrorismus. „Durch Terror zum Gottesstaat?“ – diese Frage stellt Ralf Tophoven, Direktor des Instituts für Krisenprävention in Essen.

Ipomex und Defense Expo öffnen ausschließlich für ein Fachpublikum am 14. und 15. April von 9 bis 17 Uhr sowie am 16. April von 9 bis 16 Uhr. Informationen unter www.defense-expo.eu und www.ipomex.com.

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