Stadtwerke stellen das erste von fünf Fahrzeugen vor
Der erste Elektro-Bus für Münster

Münster -

Münsters Busverkehr wird elektrisch. Die Stadtwerke stellten am Donnerstag den ersten von fünf Elektro-Bussen, die insgesamt angeschafft werden sollen, vor. An den Endhaltestellen können die Busse innerhalb von fünf bis zehn Minuten aufgeladen werden.

Donnerstag, 23.04.2015, 19:04 Uhr

Freuen sich über den ersten Elektro-Bus (kleines Foto, hintere Reihe v.l.): Eckhard Schläfke (Betriebsleiter Stadtwerke),
Freuen sich über den ersten Elektro-Bus (kleines Foto, hintere Reihe v.l.): Eckhard Schläfke (Betriebsleiter Stadtwerke), Foto: kel

Mit großer Zufriedenheit blickte Dr. Dirk Wernicke in die Runde der zahlreichen Interessenten, als er über eines seiner Lieblingsprojekte sprach. „Wir schreiben ein neues Kapitel der Elektromobilität in Münster . Darauf sind wir sehr stolz“, sagte der technische Geschäftsführer der Stadtwerke Münster am Donnerstag, als er den ersten Elektro-Bus für die Stadt Münster vorstelle.

Der wird nach den Sommerferien auf der Linie 14 und bei einigen Sonderfahrten zum Einsatz kommen. Insgesamt fünf elektronisch betriebene Linienbusse sollen sich bis zum Jahr 2017 im Betrieb bewähren. Wernicke ist vom Erfolg des Projekts überzeugt: „Wir verbinden damit die Anforderungen des Personennahverkehrs mit der Nutzung erneuerbarer Energien.“

An den Endhaltestationen der Linie 14 stehen zukünftig Aufladestationen zur Verfügung, die mit Ökostrom versorgt werden. Dort können die Batterien der Busse innerhalb von fünf Minuten aufgeladen werden, die Fahrzeuge anschließend eine Strecke von bis zu 60 Kilometern Entfernung zurücklegen. „Die benötigte Energie wird somit dezentral zur Verfügung gestellt“, so Wernicke.

Die Busse unterscheiden sich äußerlich kaum von herkömmlich betriebenen Fahrzeugen. Durch die verhältnismäßig kleine Batterie finden bis zu 80 Personen im Innenraum Platz. Die Fahrzeuge verursachen kaum Lärm und verfügen auch über eine Straßenbahnglocke, die vor allem an vollen Haltestellen zum Einsatz kommen könnte. 30 ausgewählte Fahrer erhielten ein spezielles Training, um den Auflademechanismus kennenzulernen. „Die Fahrer sind begeistert von der Technik, weil im Fahrzeug kaum Vibration ausgelöst wird“, erläutert Eckhard Schläfke, Betriebsleiter der Stadtwerke .

Die Entwicklung des elek­tronischen Ladesystems entstand in einem Forschungsprojekt der Universität Aachen, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von der Europäischen Union gefördert wurde. Für die Umsetzung der Pläne war letztlich die niederländische Firma VDL Bus & Coach verantwortlich. Die Busse kosten in der Anschaffung den zwei- bis dreifachen Preis im Vergleich zu konventionell betriebenen Fahrzeugen. „Diese Rechnung greift aber letztlich zu kurz. Schließlich sind Elektro-Busse wesentlich umweltfreundlicher, sodass sich das Projekt langfristig auszahlt,“ meint Werner Rohlfs, Projektleiter von der Universität Aachen.

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