Demonstration für „faires Asylverfahren“
Protest gegen drohende Abschiebung

Rund 150 Demonstranten forderten in der Innenstadt ein „faires Asylverfahren“ für die in der Wartburgschule untergebrachten Flüchtlinge. Dort leben vor allem 130 Menschen aus dem Kosovo, die mit einem beschleunigten Asylverfahren rechnen müssen.

Dienstag, 28.04.2015, 20:04 Uhr

 
Gegen ihre Abschiebung demonstrierten am Dienstagnachmittag Asylbewerber aus dem Kosovo und verschiedene Initiativen in Gievenbeck und der Innenstadt. Foto: Matthias Ahlke

Protest gegen die drohende Abschiebung von Flüchtlingen aus dem Kosovo : Rund 150 Demonstranten forderten am Dienstagnachmittag auf ihrem Protestzug in die Innenstadt ein „faires Verfahren“ für die in der Wartburgschule in Gievenbeck untergebrachten Flüchtlinge.

Am Startpunkt Von-Esmarch-Straße hatten die Asylbewerber aus dem Kosovo eilig noch eigene Schriftbanner bemalt. „Wir lieben diesen Ort und wollen integriert werden“ war ebenso zu lesen wie „Wir wollen arbeiten und kein Geld vom Sozialamt“. Noch vor Ort konnte eine Petition „Stoppt die Abschiebung“ unterschrieben werden, die Listen sollen in den kommenden Tagen an die Stadt übergeben werden. Der Zug bewegte sich von der Wartburgschule in Richtung Domplatz. Eine erste Kundgebung fand auf dem Schlossplatz statt

Kundgebung für die Bewohner der Wartburgschule

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  • Rund 150 Demonstranten setzt sich für ein „faires Asylverfahren“ ein. Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 150 Demonstranten setzt sich für ein „faires Asylverfahren“ ein. Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 150 Demonstranten setzt sich für ein „faires Asylverfahren“ ein. Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 150 Demonstranten setzt sich für ein „faires Asylverfahren“ ein. Foto: Matthias Ahlke
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  • Rund 150 Demonstranten setzt sich für ein „faires Asylverfahren“ ein. Foto: Matthias Ahlke
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  • Rund 150 Demonstranten setzt sich für ein „faires Asylverfahren“ ein. Foto: Matthias Ahlke
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In Flugblättern fordert der Verein für politische Flüchtlinge „ein faires Asylverfahren für Geflüchtete aus dem Kosovo“ und ein Bleiberrecht für alle. Aktuell würden die Betroffenen, so glauben zumindest die demonstrierenden Initiativen, „vergessen, sobald sie die Stadt verlassen haben.“ Es werde weggeschaut, wenn sie an einen anderen Ort gebracht werden, wo sie auf ihre Abschiebung warten müssten.

Die Polizei begleitete die Demonstranten, zeitweise mussten Straßen und Kreuzungen für einige Minuten gesperrt werden. Zu nennenswerten Verkehrsbehinderungen oder Zwischenfällen kam es nicht.

Die Abschlusskundgebung fand auf dem Domplatz statt. Zentrale Botschaft: „Die Stadt darf das Handeln der Landesregierung nicht hinnehmen. Es geht um Menschen, die einer realen Gefahr ausgesetzt sind.“

In der Wartburgschule leben circa 130 Menschen aus dem Kosovo, die mit einem beschleunigten Asylverfahren rechnen müssen. Nach Ansicht der Demonstranten entwickelt sich die Notunterkunft zu einem Abschiebezentrum.

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