Geburtshaus Münster wird eröffnet
Jetzt dürfen die Babys kommen

Münster -

Auf die Eröffnung des Geburtshauses in Münster haben offensichtlich viele Schwangere gewartet. Die fünf Hebammen sind in den nächsten Monaten schon gut ausgebucht. Zur offiziellen Eröffnung setzten die Handwerker eine Punktlandung.

Freitag, 08.05.2015, 20:10 Uhr aktualisiert: 10.05.2015, 15:19 Uhr
Den symbolischen Schlüssel für das neue Geburtshaus überreichte Betreiber Peter Kolatzki an die Hebammen (v.l.): Josephine Koch, Silke Noltemeyer, Beatrice Tönnemann-Kolatzki, Gesa Lammert und Johanna Gässler sowie Babyladen-Betreiberin Sandra Witte.
Den symbolischen Schlüssel für das neue Geburtshaus überreichte Betreiber Peter Kolatzki an die Hebammen (v.l.): Josephine Koch, Silke Noltemeyer, Beatrice Tönnemann-Kolatzki, Gesa Lammert und Johanna Gässler sowie Babyladen-Betreiberin Sandra Witte. Foto: hö

Bis auf die letzte Minute führten Handwerker in Münsters neuem Geburtshaus Regie. Am Freitagnachmittag wurde die umgebaute Villa an der Ostmarkstraße 9 nun feierlich eröffnet. Ein Angebot, auf das viele Schwangere offensichtlich gewartet haben – zwei Jahre nach der Schließung des Geburtshauses in Wolbeck . „Wir sind in den nächsten Monaten schon weitgehend ausgebucht“, sagt Josefine Koch , eine der fünf Hebammen, die Frauen hier eine selbstbestimmte Geburt in familiärer Atmosphäre bieten wollen. Am heutigen Samstag kann das Geburtshaus von der interessierten Öffentlichkeit von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Ein mutiges Projekt, für das es zur Eröffnung viel Lob gab. Das Haus biete Müttern und ihren Babys Geborgenheit – „das Wichtigste, das man einem Menschen mit auf den Weg geben kann“, so Oberbürgermeister Markus Lewe , selbst Vater von fünf Kindern. Von dem leidigen Thema der auslaufenden Berufshaftpflicht für freiberufliche Hebammen wollen sich die Hebammen nicht entmutigen lassen. Lewe: „Wir hoffen, dass die Regelungen, die jetzt getroffen wurden, zur Stabilisierung führen“.

Hebamme Gesa Lammert brachte das auf den Punkt, was alle fünf antreibt: „Wir machen unsere Arbeit aus Idealismus.“ Ideengeberin Beatrice Tönnemann-Kolatzki, die gemeinsam mit ihrem Mann die schöne alte Villa direkt neben der Seniorenresidenz Kastanienhof ausfindig gemacht hatte, bedankte sich herzlich bei Heimleiter Christian Bloching. Der hatte während der Bauphase schon nette nachbarschaftliche Hilfe angeboten. „Ein, zweimal fand der Geburtsvorbereitungskursus in der Seniorenresidenz statt“, erzählte er am Rande der Eröffnungsfeier.

Das Geburtshaus mit zwei Geburtsräumen samt Gebärwannen sowie Kursusräumen für die Vor- und Nachsorge hatte auch Künstler Bernd Schröder inspiriert. Er, der bereits zahlreiche Prinzipalmarkthäuser nachgebildet hatte, überreichte zum Einzug die Geburtshaus-Villa im Miniaturformat. „Eine Herzensangelegenheit“, wie er bekannte.

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