Kaserne-Pläne dümpeln vor sich hin
Es dauert noch drei Jahre

Münster -

Die seit Jahren geplante Schaffung von Wohnungen in der Oxford- und der York-Kaserne werden nicht vor 2018 starten. Im Fall der York-Kaserne, die 2012 von den britischen Soldaten geräumt wurde, wurde bislang noch keine Einigung beim Kaufpreis erzielt.

Dienstag, 02.06.2015, 08:06 Uhr

Wunderschöne Animationen wurden für das neue Wohnquartier in Gremmendorf bereits erarbeitet. Aber es dauert noch Jahre, bis irgendetwas davon zu sehen ist.
Wunderschöne Animationen wurden für das neue Wohnquartier in Gremmendorf bereits erarbeitet. Aber es dauert noch Jahre, bis irgendetwas davon zu sehen ist. Foto: Matthias Ahlke

Das Wort „Enttäuschung“ kommt zwar in dem Bericht nicht vor. Der Inhalt des sechsseitigen Ratspapiers zum aktuellen Stand des „Konversionsprozesses“ lässt aber keinen Zweifel daran, dass im Rathaus Ernüchterung eingetreten ist.

Die wichtigste Nachricht: Nach der „bisherigen Zeitplanung“ geht die Stadtverwaltung von Bautätigkeiten im Bereich der York-Kaserne und der Oxford-Kaserne erst „ab 2018“ aus. Zur Erinnerung: 2012 haben die britischen Soldaten die York-Kaserne geräumt, 2013 die Oxford-Kaserne. Für die von den politischen Parteien gebetsmühlenartig geforderte Schaffung von Wohnungen auf den beiden Militärflächen ergeben sich damit Vorlaufzeiten von mindestens fünf bis sechs Jahren.

Pläne für die York-Kaserne in Gremmendorf

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Ganz offensichtlich hat das Thema Geld erheblichen Sand ins Getriebe gestreut. So heißt es in dem Bericht, dass für die York-Kaserne seit September 2014 ein Verkehrswertgutachten vorliege. „Eine Einigkeit über den hier festgestellten Verkehrswert und somit den Kaufpreis konnte bisher nicht erzielt werden.“ Sprich: Die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima) als Eigentümerin der Fläche verlangt mehr Geld, als das städtische Unternehmen Wohn- und Stadtbau bereit zu zahlen ist.

Für die Oxford-Kaserne soll im Herbst ein Gutachten vorliegen. Auch hier gehen Insider davon aus, dass es von der Bima anders bewertet wird als von der Wohn- und Stadtbau, die im Auftrag der Stadt die Areale entwickeln soll.

Zerschlagen hat sich auch die Hoffnung der Stadt, man könne von einer neuen Richtlinie des Bundes „zur verbilligten Abgabe von Konversionsgrundstücken“ profitieren. Der Topf ist so klein, dass laut Ratsbericht „keine Aussicht auf eine nennenswerte finanzielle Entlastung“ bestehe.

Bürger erkunden Oxford-Kaserne

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Der vorliegende Bericht deutet überdies ein Problem an, bei dem ein Ratsmitglied Klartext spricht: „Die Wohn- und Stadtbau ist mit der Umsetzung des Konversionsprojektes überfordert.“

Bereits jetzt ist das Unternehmen mit der Schaffung von 150 Wohnungen pro Jahr ausgelastet und wird vom Rat überdies noch mit der Errichtung von Kitas und Flüchtlingsunterkünften beauftragt. Ganz am Ende des Berichtes heißt es, dass Ankauf, Bebauung und Vermarktung der beiden Kasernenflächen „auch Risiken in sich bergen“.

Briten räumen Oxford-Kaserne aus

Um diese Risiken zu minimieren, soll der Rat zu einem späteren Zeitpunkt über ein „schlagfertiges und leistungsfähiges Projektteam aus internen und externen Ressourcen“ entscheiden.

Mit anderen Worten: Gefahrenabwehr ist angesagt. Und das braucht Zeit.

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