Zweijähriger Modellversuch geplant
Tempo 30 in Münsters Innenstadt

Münster -

Die Verwaltung plant einen Tempo-30-Modellversuch in weiten Teilen der Innenstadt. Betroffen wären unter anderem Bahnhofstraße, Ludgeristraße und Teile der Hammer Straße. Der Versuch soll über zwei Jahre laufen. Wann genau er startet, ist noch nicht klar.

Dienstag, 02.06.2015, 21:06 Uhr

Betroffen wären unter anderem die Bahnhofstraße , Teile der Hammer Straße, Geiststraße, Von-Vincke- und Moltkestraße sowie der Ludgerikreisel. Die Landesregierung habe bereits grundsätzliche Zustimmung signalisiert, so Stadtdirektor Hartwig Schultheiß. Weniger Tempo bedeute nicht nur weniger Lärm und damit eine höhere Lebensqualität, sondern auch mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Wann genau der Modellversuch startet, ist noch unklar. Zuvor sollen intensive Gespräche mit Behörden, Politik und Bevölkerung geführt werden, so Schultheiß.

In weiten Teilen der Innenstadt gilt bereits jetzt eine Tempo-30-Regelung. Oberbürgermeister Markus Lewe betont, dass dort, wo derzeit noch Tempo 50 erlaubt ist, schon jetzt selten schneller als 30 km/h gefahren werde. „Auf den meisten Strecken bin ich mit dem Rad schneller“, so Lewe. Auf keinen Fall wolle er in den kommenden Monaten eine ideologisch eingefärbte Tempo-30-Debatte führen. Lewe betont, dass die Temporeduzierung im Rahmen eines Gesamtkonzeptes erfolge, dass es Autofahrern auch in Zukunft ermöglichen werde, zügig von A nach B gelangen.

Zum Thema

Im Rahmen eines Bürgersymposiums soll am 12. Juni (Freitag) zwischen 15 und 19 Uhr im Foyer der Bezirksregierung über dieZukunft des Radverkehrs in Münster diskutiert werden. Anmeldung unter ✆  53 48 70 oder info@buerofrauns.de

...

Die Vorschläge der Verwaltung, die im Rahmen eines Runden Tisches zum Radverkehrskonzept 2025 erarbeitet wurden, sehen weiter vor, den Anteil des Radverkehrs in Münster von derzeit 40 auf 50 Prozent zu erhöhen. Daneben soll der aktuelle Pendler-Radius von durchschnittlich acht Kilometern auf 20 Kilometer ausgedehnt werden – schließlich sind immer mehr Radler mit E-Bikes unterwegs.

Münster-Regio-Schnellwege sollen die Innenstadt mit den umliegenden Nachbargemeinden verbinden. Etliche seien bereits vorhanden, Lücken könnten in den nächsten zwei bis drei Jahren geschlossen werden, so Lewe. Dabei hofft er auf Zuschüsse von Land, Bund und EU . Es gehe darum, die „Erfolgsgeschichte der Fahrradstadt Münster“ fortzusetzen und im Wettbewerb mit anderen Städten, die immer stärker den Radverkehr fördern, nicht ins Hintertreffen zu geraten, so Lewe. 

Karte_Tempo_30_n
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3295999?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F4847834%2F4847841%2F
Debatte um unzufriedene Mitarbeiter: Bewohner-Angehörige schalten sich ein
In der DKV-Residenz am Tibusplatz gibt es Ärger. Die Leitung lädt ihre Bewohner am Montag zum Austausch ein.
Nachrichten-Ticker