Tempo 30 schafft Platz
Stadtdirektor: Straßenraum muss neu aufgeteilt werden

Münster -

Bei dem Bürgersymposium ging es ausdrücklich um die Zukunft des Radverkehrs – und nicht um das aktuell so heiß diskutierte Thema „Tempo 30 in der Innenstadt“

Samstag, 13.06.2015, 18:06 Uhr

Tempo 30 schafft Platz : Stadtdirektor: Straßenraum muss neu aufgeteilt werden
Foto: Stadt Münster / Britta Roski

Wie eng beide Themen aber mit einander verschränkt sind, machte Stadtdirektor Hartwig Schultheiß deutlich am Beispiel der Hammer Straße in dem Teilbereich zwischen Geiststraße und Ludgeriplatz.

Bereits jetzt zeige sich, dass die Fahrradwege – gemessen an dem Radverkehrsaufkommen – zu schmal seien. Für die Hammer Straße gelte aber wie für viele andere Straßen: „Die Fläche ist nicht vermehrbar.“ Sprich: Die erforderliche Verbreiterung der Radwege habe zwangsläufig zur Folge, so Schultheiß, dass der Verkehrsraum für den Autoverkehr knapper ausfallen müsse.

Schultheiß verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass viele hoch gelobte Radverkehrsprojekte aus anderen Städten in Münster nur schwer umzusetzen seien, da die Straßenzüge in den citynahen Lagen vergleichsweise schmal seien. Die Verkehrsplanung stehe deshalb immer vor der schwierigen Frage: „Wie teile ich den Verkehrsraum auf?“

Dass Fahrräder buchstäblich mehr Platz auf Münsters Straßen beanspruchen, ist nicht zuletzt dem technischen Fortschritt geschuldet. Beispielhaft illustrierte Schultheiß dies an dem Siegeszug der Pedelecs, welche es Berufspendlern aus Havixbeck, Telgte oder Everswinkel ermöglichen, auf zwei Rädern zur Arbeit zu fahren. Eine große Zukunft soll auch das per Elektromotor unterstützte Dreirad haben, etwa als Lastenrad oder als rollende Kinderkutsche.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3318911?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F4847834%2F4847841%2F
ZiBoMo: Narren feiern in Wolbeck - die ersten Bilder
Fotostrecke vom Karnevalsumzug: ZiBoMo: Narren feiern in Wolbeck - die ersten Bilder
Nachrichten-Ticker