Polizei ermittelt
Lehrer soll Kind geschlagen haben

Münster -

Dunkle Wolken über der Freien Waldorfschule am Rudolf-Steiner-Weg: Dort steht nach Informationen unserer Redaktion ein Lehrer unter dem Verdacht, einer Schülerin eine Ohrfeige verpasst zu haben.

Montag, 15.06.2015, 21:06 Uhr

Waldorfschule Gievenbeck. Foto: Kay Böckling
Die Waldorfschule in Gievenbeck. Foto: Kay Böckling

Der Vorfall soll sich bereits im März ereignet haben. Die Anzeige wegen Körperverletzung ging allerdings erst am 13. Mai bei der Polizei in Münster ein, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte.

Die Verantwortlichen der Waldorfschule waren am Montag zu einer entsprechenden Aussage nicht bereit. „Als Verwaltung werden wir keine Stellung beziehen“, sagte Geschäftsführer Markus Dommer . Für die Öffentlichkeitsarbeit sei die Schulleitung verantwortlich. Und die war nicht erreichbar.

Zum Thema
...

Nach Auskunft der Polizei haben Elternvertreter die Anzeige erstattet. Demnach habe es „körperliche Übergriffe“ gegeben. Welcher Art diese Übergriffe waren, „ist noch Bestandteil unserer Ermittlungen“, so eine Polizei-Sprecherin.

Dass es sich um eine Ohrfeige gehandelt haben sollte, könne sie nicht bestätigen. Seitens der Polizei nehmen man „diese Angelegenheit sehr ernst“. Dennoch müsse man erst die Ermittlungen abwarten. Es stünden Befragungen von Schülern, dem Lehrer, den Eltern und nicht zuletzt auch der betroffenen Schülerin an. Die Ergebnisse werde die Polizei schließlich der Staatsanwaltschaft mitteilen, die dann das weitere Vorgehen in die Wege leite. In vorliegendem Fall warne sie aber vor einer zu schnellen Vorverurteilung, so die Sprecherin der Polizei.

Auch die Arbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen NRW mit Sitz in Dortmund wurde über den Vorfall informiert. „Uns ist die Sache bekannt“, sagte am Montag eine Sprecherin. Allerdings führe die Arbeitsgemeinschaft nicht die Schulaufsicht: „Die Schule ist ihr eigener Träger und dementsprechend für alle weiteren Maßnahmen verantwortlich.“ Die Arbeitsgemeinschaft werde die Angelegenheit aber weiter verfolgen und bei Wunsch auch beratend tätig werden.

Informiert wurde auch die Bezirksregierung, obgleich auch sie in dieser Angelegenheit lediglich beratend tätig werden könne, wie Pressesprecher Thomas Drewitz sagte. Im Fall einer Regelschule würde nach einem derartigen Vorwurf auf der Stelle ein Disziplinarverfahren eröffnet. 

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3326307?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F4847834%2F4847841%2F
Karnevalsumzug fällt aus
Trostloses Wetter mit Sturmgefahr: Der BAK hat entschlossen, den Karnevalsumzug abzusagen.
Nachrichten-Ticker