Zehn Jahre „Vainstream Rockfest“
Strahlkraft bis nach Australien

Münster -

Am 4. Juli ist es wieder so weit: Das Vainstream geht am Hawerkamp über die Bühne. Und das bereits zum zehnten Mal. Das Geheimnis des Erfolges verrät der Geschäftsführer des Veranstalters Kingstar. 

Mittwoch, 24.06.2015, 18:06 Uhr

Vainstream am Hawerkamp: Veranstalter Timo Birth erwartet in diesem Jahr wieder über 10.000 Zuschauer.
Vainstream am Hawerkamp: Veranstalter Timo Birtherwartet in diesem Jahr wieder über 10.000 Zuschauer. Foto: Kingstar

Eine Erfolgsgeschichte: Das Vainstream geht in die zehnte Runde. Auch Kingstar, der Veranstalter des Festivals, feiert in diesem Jahr zehnjähriges Bestehen. Geschäftsführer Timo Birth sieht darin, dass die Agentur als örtlicher Veranstalter für viele Bands tätig ist, einen großen Vorteil für das Ausrichten des Festivals: „Wir planen langfristig, wir könnten jetzt schon an die Programmauswahl für 2016 gehen“, sagt der 33-Jährige.

Bunte Mischung an Genres

Die Kunst besteht darin, alle Bands an einem Tag unter einen Hut zu bringen. Das ist schwer, weil viele Bands wie die Donots – die in diesem Jahr das erste Mal beim Vainstream auftreten – unterwegs sind. „Wichtig ist, dass wir die Mischung aus den Musiksparten bekommen, die miteinander verträglich sind“, sagt Birth.

Vainstream 2015 official Teaser from PIRATELOVE on Vimeo.

Auch in diesem Jahr sind das vornehmlich Punk, Metal und Hip-Hop. Headliner wie die australische Metalcore-­Combo Parkway Drive sind genauso vertreten wie die Rapper der „Antilopen Gang“ aus Düsseldorf und Aachen. „Der Fokus liegt auf den härteren Gitarren. Bei Hip-Hop muss man aufpassen, da kann man nicht mit Bushido um die Ecke kommen“, weiß der gebürtige Münsteraner.

Fans aus Russland und Australien

Das Vainstream hat sich so etabliert, dass es auf zahlreiche loyale und traditionell wiederkehrende Fans setzen kann. Schon bevor das Line-up steht, gibt es viele Ticketverkäufe: „Wir haben nie riesige Acts wie Metallica gehabt. Aber die Leute kommen wegen des Mittelfeldes und gar nicht so sehr wegen des Headliners“.

Vor allem fühlen sich Jugendliche und Studenten aus dem Großraum Münsterland von dem Angebot angezogen. Die Strahlkraft des Vainstreams reicht aber weiter. Selbst aus Russland und Australien fliegen Leute ein.

timobirth

Timo Birth, Geschäftsführer von Kingstar

Auch wenn das Vainstream sich nicht politisch gibt, sind doch viele Bands wie Donots, Callejon und Parkway Drive auf der Bühne, die sich sozial engagieren und gegen Fremdenfeindlichkeit eintreten. „Frei.Wild würden bei uns nicht spielen“, betont Birth. Auf dem Festivalgelände am Hawerkamp wird auch veganes Essen angeboten. Denn nicht nur bei der Musik möchte man viele Zielgruppen ansprechen. Auf zwei Tage möchte man das Festival nicht ausweiten, „die großen, zwei bis drei Tage dauernden Festivals sind für die Besucher mit großen Ausgaben verbunden, das können wir zum Glück recht überschaubar halten“.

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