Fahrradstellplätze am Hauptbahnhof
Nachdenken über die zweite Etage

Münster -

Nach der Fertigstellung des neuen Bahnhofsgebäudes Ende 2016 soll das Umfeld neu gestaltet werden – unter anderem mit zweistöckigen Fahrradständern.

Freitag, 26.06.2015, 07:06 Uhr

Doppelstöckige Fahrradständer wie diese könnten 2016 oder 2017 an der Kleinen Bahnhofstraße entlang des Postgebäudes aufgestellt werden.
Doppelstöckige Fahrradständer wie diese könnten 2016 oder 2017 an der Kleinen Bahnhofstraße entlang des Postgebäudes aufgestellt werden. Foto: Firma Orion Bausysteme

Wie es auf dem Bahnhofsvorplatz aussehen wird, wenn das neue Empfangsgebäude Ende 2016 fertiggestellt ist, steht noch nicht fest. Eines aber zeichnet sich immer deutlicher ab: Es wird anders zugehen als früher – weniger chaotisch.

Räderschwemme am Bahnhof

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  • Räder dürfen hier nur hinter der gelben Linie stehen.

    Foto: Günter Benning
  • Fahrradparkhaus - hier gibt es abschließbare Komfortstellplätze.

    Foto: Günter Benning
  • Dicht an dicht parken die Räder vor dem Bahnhof.

    Foto: Günter Benning
  • Räder dürfen hier nur hinter der gelben Linie stehen.

    Foto: Günter Benning
  • Auch am Berliner Platz stehen die Räder eng.

    Foto: Günter Benning
  • Auch der Bremer Platz ist zum Fahrrad-Parkplatz geworden.

    Foto: Günter Benning

Georg Hundt , Betreiber der Radstation, ist der Initiator eines Arbeitskreises, der sich dieser Zukunftsaufgabe widmet. Nach den ersten Gesprächen zeigt sich Hundt zuversichtlich: „Es sieht gut aus.“ Will sagen: Weniger wechselseitige Blockaden, weniger wild abgestellte Fahrräder.

Im Gespräch mit unserer Zeitung benennt Hundt erste Eckwerte für eine Neuordnung des Verkehrs:

► Der Hamburger Tunnel bleibt dauerhaft für den Autoverkehr gesperrt. Durchfahrende Autos und die Fahrzeuge in der Kiss-and-Ride-Zone hatten sich in der Vergangenheit häufig gegenseitig behindert.

► Die derzeit gesperrte Kiss-and-Ride-Zone bleibt künftig ausschließlich den Taxis vorbehalten. Autofahrer bekommen eine eigene Zone in der Kleinen Bahnhofstraße , eine weitere soll auf der Ostseite am Bremer Platz entstehen.

► Entlang des Postgebäudes an der Kleinen Bahnhofstraße werden doppelstöckige Fahrradständer aufgebaut, um die Massen bewältigen zu können.

► Die Verbindungswege zwischen den Bushaltestellen beziehungsweise der Taxivorfahrt und dem Bahnhofseingang an der Westseite werden als Fluchtwege ausgewiesen und von abgestellten Rädern frei gehalten.

Eine echte Unterstützung, beim Thema Fluchtwege offensiv voranzugehen, kommt von den Busunternehmen, die den Hauptbahnhof ansteuern. Der Grund: Bei allen Klagen darüber, dass Busfahrgäste lange Wege bis zum Zug in Kauf nehmen müssen, gibt es auch positive Rückmeldungen. Der Tag für Tag tausendfach genutzte Trampelpfad zwischen Ost- und Westseite wird konsequent von abgestellten Fahrrädern frei gehalten. Früher glich der Weg von der Bushaltestelle zum Hauptbahnhof oft einem Hindernislauf durch die Leezen-Massen. Auch Taxifahrgäste klagten darüber.

Einen formellen Beschluss zur Neugestaltung der Bahnhofs-Westseite gibt es noch nicht. Georg Hundt: „Alle Seiten sind dabei, ihre Hausaufgaben zu machen.“

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