25 000 Besucher bei den AaSeerenaden
Konzertgenuss mit Snack und Klappstuhl

Münster -

Die Sitzplätze auf den Aasee-Terrassen waren am Samstag schon lange vor Konzertbeginn belegt. Doch die erfahrenen Besucher der AaSeerenaden wissen Rat: Manche brachten sich Klappstühle mit („das hab ich letztens schon bei Lionel Richie gemacht!“), andere ließen sich von ihren Freunden Plätze freihalten – notfalls mit Jacken, Decken, Sitzkissen.

Sonntag, 28.06.2015, 17:06 Uhr

Herrliche Atmosphäre bei den AaSeerenaden am Wochenende: Die Zuschauerränge waren bis auf den letzten Platz gefüllt.
Herrliche Atmosphäre bei den AaSeerenaden am Wochenende: Die Zuschauerränge waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Foto: Jürgen Peperhowe

Wichtig war nur, rechtzeitig am Ort des Geschehens zu sein. Insgesamt gelang das an den drei Tagen nach Veranstalterangaben knapp 25 000 Besuchern – das waren deutlich mehr als vor einem Jahr (21 000). Am Freitag und Samstag wurde die zulässige Zahl von 5000 Besuchern innerhalb der Umzäunung rasch erreicht: Viele warteten in der Schlange darauf, dass die ersten Gäste sich wieder verabschiedeten.

Die aber fühlten sich pudelwohl. Da das Wetter bestens mitspielte, herrschte auf der gesamten Anlage sommerlich-fröhliche Stimmung. Im Gegensatz zum strengeren Konzertritual wird bei den AaSeerenaden nach Herzenslust gepicknickt und geschlemmt, während die Musiker auf der Bühne ihren Job machen. Wer sich nicht selbst etwas mitgebracht hat, kann zu feinen Häppchen greifen – oder sich die klassische Manta-Platte zu einem Glas Grauburgunder schmecken lassen. Auch Musik-affine Hunde wurden am Samstag gesichtet. Wer eine klassische Verdi-Arie mit eigenem Geplauder unterlegt, erntet zwar schon mal einen verwunderten Blick der Umsitzenden. Aber Tuscheln zur Musik ist – anders als im Opernhaus – hier durchaus angesagt.

Bisweilen wetteiferten Musik und Atmosphäre: Als zum Auftritt des tschechischen Orchesters über Smetanas Moldau der Mond aufging, lugte über dem Aasee wieder die Sonne aus den Wolken. Selbst die Helfer in den schwarzen Polo-Hemden wiesen lächelnd jene Besucher zurecht, die in den Gängen hockten und die Fluchtwege versperrten. Kein Wunder, dass sich bei so viel guter Laune auch die Sammelbüchsen für den guten Zweck füllten.

Mehr zum Samstags-Programm der AaSeerenaden finden Sie hier und zum Programm am Sonntag hier .

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