Baby-Quartett
Vierlinge im St. Franziskus-Hospital

Münster -

Die Augen ganz fest zugekniffen. Ab und zu zuckt ein Füßchen, eine klitzekleine Hand rudert durch die Luft. Blitzlicht, Stimmengewirr – das Winzlings-Quartett schlummert ungerührt weiter. Träumt selig und tief. Lässt sich nicht stören. „Ganz liebe Kinder“, sagt der stolze Papa. Und hofft, dass das auch weiter so bleibt .

Montag, 29.06.2015, 15:06 Uhr

Nabil, Ihsan, Shahd und Itkan erblickten innerhalb von vier Minuten im St. Franziskus-Hospital Münster das Licht der Welt.
Nabil, Ihsan, Shahd und Itkan erblickten innerhalb von vier Minuten im St. Franziskus-Hospital Münster das Licht der Welt. Foto: Oliver Werner

Nach 25 Jahren gibt es im Franziskus-Hospital erstmals wieder Vierlinge: Mit drei Jungs – Nabil, Ihsan, Itkan und Schwesterchen Shahd – ist die Familie Abu Haj schlagartig von vier auf acht gewachsen. Mutter Faten hat am 2. Juni in der 31. Schwangerschaftswoche die Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. Im Minutentakt: Um 3.27 Uhr kommt Nabil (1210 Gramm), um 3.28 Uhr der kleine Ihsan (845), um 3.30 Uhr Shahd (1160) und um 3.31 Uhr Bruder Itkan (1260). Und zu Hause warten schon die großen Brüder: der vierjährigen Hak Jihad und der 16-jährige Malek.

Vierlinge im St. Franziskus-Hospital

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  • Vierlinge im St. Franziskus-Hospital Foto: Oliver Werner
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In vier bis fünf Wochen dürfen die Babys nach Hause – und das bedeutet: Die Familie, die zurzeit eine Drei-Zimmer-Wohnung in Gievenbeck hat, braucht eine größere Bleibe. Natürlich würden sie gern in Gievenbeck bleiben, erzählt Vater Isam Abu Haj, der seit 1983 in Münster lebt und als selbstständiger Taxi-Unternehmer arbeitet. Das Ehepaar aus Palästina ist dankbar, dass alle Kinder gesund sind: „Wir haben eine große Aufgabe vor uns.“

Ihre Babys werden auf der Neugeborenenintensivstation betreut. „Wir waren gut vorbereitet“, berichten die Chefärzte Dr. Heinz Albers (Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe am St. Franziskus-Hospital) und Dr. Florian Urlichs (Chefarzt der Klinik für Neonatologie und Kinderintensivmedizin). „Frau Abu Haj kam Mitte Mai in der 28. Schwangerschaftswoche mit Frühgeburtsanzeichen zu uns. Wir konnten mit unserem Konzept zur Vermeidung von Frühgeburten die Schwangerschaft bis zur 31. Woche aufrecht erhalten. Das ist auch eine tolle Leistung von der Mutter, die sehr gut kooperiert hat. Für die gute Entwicklung der Kinder zählt jeder Tag. Mehrlingsschwangerschaften bergen immer ein besonderes Risiko für Mutter und Kinder.“ Eine besondere Herausforderung war es, ab dem Zeitpunkt der stationären Aufnahme von Faten Abu Haj, ständig auf Abruf bereit zu stehen: „Wir mussten gewährleisten, dass zur Geburt fünf Ärzte aus der Neonatologie und fünf Fachpflegekräfte hier im Hospital da sind. Auch die vier Intensivbetten in unserem Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe waren für die Babys reserviert.“

Das Krankenhaus hat eine Spendenaktion für die Familie gestartet und bittet um Unterstützung: St. Franziskus-Hospital, IBAN DE45400602650003173900 (Konto: 3173 900, BLZ: 400 602 65) bei der DKM Darlehnskasse Münster, Verwendungszweck „Vierlinge“.

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