Winterdienstleister Dornseif stellt Insolvenzantrag
Eiszeit beim Winterdienstleister

Münster -

Das Unternehmen Dornseif aus Handorf mit 47 Mitarbeitern reichte Anfang der Woche beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag ein. Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer ist optimistisch, dass der Betrieb Zukunft haben wird.

Donnerstag, 02.07.2015, 19:07 Uhr

Eine Auszeichnung mit dem Tob-Job-Siegel nahmen kurz vor der Insolvenz (v.l.) Marina Thiers, Markus Dornseif und Antje Meinhardt von Wolfgang Clement (l.) entgegen.
Eine Auszeichnung mit dem Tob-Job-Siegel nahmen kurz vor der Insolvenz (v.l.) Marina Thiers, Markus Dornseif und Antje Meinhardt von Wolfgang Clement (l.) entgegen. Foto: Dornseif

Dornseif, das Unternehmen in Münster , das seit Jahren alle möglichen Preise und Awards abräumt und immer wieder als Arbeitgeber ausgezeichnet wurde, musste jetzt zum Wochenbeginn beim Amtsgericht in Münster einen Insolvenzantrag stellen. Doch der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt, das bestätigt der Fachanwalt für Insolvenzrecht, Stefan Meyer , der vom Amtsgericht zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde.

Der Jurist benennt Liquiditätsengpässe als Grund für diesen Eigenantrag. Die Ursache, so heißt es in einer Pressemitteilung, seien aber außerhalb des rentablen operativen Geschäftsbetriebs zu finden.

Dornseif mit Sitz an der Gildenstraße in Handorf beschäftigt aktuell 44 eigene Mitarbeiter und drei Auszubildende. Sämtliche Mitarbeiter werden nach eigenen Angaben weiter beschäftigt. Die Lohn- und Gehaltszahlungen seien für einen Zeitraum von maximal drei Monaten über Insolvenzgeldzahlungen durch die Agentur für Arbeit abgesichert. Die Mitarbeiter wurden bereits informiert.

Die Jahresumsätze in den letzten drei Geschäftsjahren bewegen sich laut Pressebericht des vorläufigen Insolvenzverwalters zwischen rund sechs und elf Millionen Euro.

Der Winterdienstleister, der auch Grünflächenpflege anbietet, ist im gesamten Bundesgebiet unterwegs. Die Einsatzzentrale ist in Münster. Mit Unterstützung von 700 bis 800 Subunternehmern werden in Deutschland rund 6000 Objekte von etwa 300 Kunden betreut, betont Stefan Meyer. Unter den Auftraggebern befinden sich laut Pressebericht auch Großkonzerne. In den Wintermonaten sind einschließlich der Netzwerkpartner bis zu 1300 Mitarbeiter für die „Dornseif Winterdienst mit System“ tätig. Die Größe der Objekte bewegen sich zwischen vier und 240 000 Quadratmetern.

Nahezu sämtliche Auftraggeber/Kunden sowie Geschäftspartner haben in den bisherigen Verhandlungen und Gesprächen bereits signalisiert, den Sanierungs- und Restrukturierungsprozess im Rahmen des Insolvenzverfahrens unterstützen zu wollen, heißt es weiter.

Gemeinsames Ziel sei der Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze. Erste Kontaktaufnahmen von potenziellen Investoren haben schon stattgefunden, was nach Angaben von Meyer ebenfalls als ausgesprochen positives Zeichen zu werten sei. „Auf Basis der bislang gewonnenen Erkenntnisse bin ich gegenwärtig optimistisch, gemeinsam mit der Unternehmensleitung Lösungen für die Zukunft zu finden.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3363757?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F4847834%2F4847840%2F
Tränen fließen schon vor der Trauung
Groß war die Freude bei (v.l.) Dorothee Ostermann, dass sie an der Trauung von Catarina Merz und Sohn Nils Hölting teilnehmen konnte. Ermöglicht haben das der Wünschewagen des ASB und die Helfer (v.r.) Franziska Burlage, Marlies Kogge und Christian Zimpel.
Nachrichten-Ticker