Planetarium des LWL-Museums
Über den Baustein allen Lebens

Münster -

Es ist farblos, geruchlos und geschmacklos – und doch die Quelle allen Lebens: Wasser! Drei Viertel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Der Mensch besteht zu etwa 70 Prozent aus Wasser, sein Blut sogar zu über 90 Prozent. Aber wo kommt das Wasser her, und wie ist es entstanden?

Donnerstag, 16.07.2015, 18:07 Uhr

Ein Kamerateam war für die Show „Wasser – der Stoff von den Sternen“ unterwegs an verschiedenen Orten der Erde. Das Ergebnis ist im Planetarium Münster zu sehen.
Ein Kamerateam war für die Show „Wasser – der Stoff von den Sternen“ unterwegs an verschiedenen Orten der Erde. Das Ergebnis ist im Planetarium Münster zu sehen. Foto: ESO

Mit spektakulären 360-Grad-Bildern erzählt „Wasser – der Stoff von den Sternen“, das neue Programm im Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde, die kosmische Geschichte des „Wasserplaneten Erde“ und liefert dem Besucher dabei Antworten auf große Fragen.

Das Programm ist eine Produktion der APLF (der Vereinigung der französischsprachigen Planetarien) in Straßbourg, der ESO ( Europäische Südsternwarte ) und des Planetariums Hamburg. Anlass war der 50. Geburtstag von ESO. Zur Premiere am Mittwochabend glückte zur Freude von Dr. Björn Voss , Leiter des münsterischen Planetariums, eine Video-Liveschaltung ins französische Straßbourg zu APLF-Leiterin Agnès Acker, die Grußworte sprach.

„Ich bin einfach. Aber als ich kam, begann das Leben.“ Mit diesen Worten des sprechenden Wassermoleküls begann die 45-minütige Reise in den Südhimmel und zu den großen Observatorien in der Atacama-Wüste in Chile, von wo aus die Wissenschaftler der Europäischen Südsternwarte ins Alls blicken. 3D-Animationen lieferten Einblicke in das Herz eines Sterns und in die verschiedenen Entwicklungsstufen von Sternen; und zeigte die katastrophalen Ereignisse, die dem Universum das kostbare Wasser spendeten. Vermutlich durch Kometeneinschläge gelangte es schließlich auf die Erde.

„Wasser ist der Baustein allen Lebens“, wie Voss betonte. Und es kam aus dem Universum zu uns auf die Erde. Gibt es eine zweite Erde – mit ähnlichen Lebensbedingungen wie auf dem blauen Planeten? Im 16. Jahrhundert wurde der Mönch und Forscher Giordano Bruno für seine Behauptung, die Erde sei nicht einzigartig, mitten in Rom auf einem Scheiterhaufen verbrannt.

Heute ist man weiter. Tatsächlich könnte es Milliarden belebter Welten geben. Wasser ist auf vielen Planeten nachgewiesen worden – in der Form von Eis und Dampf. Für Leben, wie wir es kennen, gilt flüssiges Wasser jedoch als unabdingbare Voraussetzung. Deshalb geht die Suche weiter nach einem Planeten, der seinen Stern genau im richtigen Abstand umkreist: Nicht so nah, dass das Wasser verdampft, und nicht so weit weg, dass es gefriert. Die Erde ist der einzige Planet in unserem Sonnensystem, wo es Wasser in allen drei Aggregatzuständen gibt. Nur, und auch diese Frage wird in der Planetariums-Show aufgeworfen, ist sich der Mensch dieser Besonderheit bewusst?

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Im Juli ist die Show immer dienstags, donnerstags und samstags um 11 Uhr und sonntags um 17 Uhr im LWL-Planetarium, Sentruper Straße 285, zu sehen.

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