Atlantis
Junge Küken und alte Hasen

Münster -

„So viele neue Teamer wie in diesem Jahr hatten wir schon lange nicht mehr.“ Andreas Garske, Leiter der Fachstelle Kinderpädagogik vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster, ist begeistert. „Ohne Teamer geht es nicht“, weiß der Leiter der Ferienstadt Atlantis am Wienburgpark.

Freitag, 24.07.2015, 15:07 Uhr

Tolles Team in Atlantis: Leiter Andreas Garske, Betreuerin Jennifer Kampa und Betreuerin Erika Haller (v.l.) inmitten ihrer kleinen „Kobolde“.
Tolles Team in Atlantis: Leiter Andreas Garske, Betreuerin Jennifer Kampa und Betreuerin Erika Haller (v.l.) inmitten ihrer kleinen „Kobolde“. Foto: jvg

Die Betreuerinnen und Betreuer in Atlantis haben sich vom Altersdurchschnitt her merklich verjüngt: Immer mehr Schüler und Studenten haben Spaß an der dreiwöchigen Kinderbetreuung und arbeiten zusammen mit den „alten Hasen“ auf der Wiese. Rund 400 Kinder sind pro Tag in Atlantis unterwegs, aufgeteilt in vier Altersgruppen, die alle ein eigenes Zelt sowie Betreuerteam haben. Ganz neu im Boot bei den Kobolden, den Sieben- bis Achtjährigen, ist Jennifer Kampa . Die 18-Jährige hat frisch ihr Abitur in der Tasche und beginnt ab August ein freiwilliges soziales Jahr. Als kleines Mädchen war die Abiturientin selbst in der Ferienstadt zu Gast. „Als Kind habe ich Atlantis von der anderen Seite erlebt. Die Arbeit mit Kindern finde ich großartig“, so die 18-Jährige.

Die Kleinen seien total niedlich, manchmal seien auch ein paar hartnäckige Fälle dabei, berichtet die junge Betreuerin. „Einige Kinder siezen mich manchmal, andere hören aus Protest nicht“, berichtet das „ Küken “ unter den Betreuern. Nur selten gebe es eine „gelbe Karte“, wenn es die Raufbolde zu weit treiben.

Wenn Jennifer doch mal Hilfe benötigt, dann kann sie sich beispielsweise an Erika Haller wenden. Die 34-Jährige ist schon lange im Atlantis-Team dabei und hat nach 13 Jahren in der Ferienstadt reichlich Erfahrung gesammelt. Erika Haller ist ebenfalls bei den Kobolden und liebt ihre Aufgabe heiß und innig. „Ich denke mir jeden Tag ein neues Abenteuer mit den Kindern aus“, so die Betreuerin. Eine Fahrt zum Planet der Liebe beispielsweise ist Tagesmotto, und alle Kinder schneiden Herzchen zum Verschenken aus. In der Morgenrunde singt und lacht Erika Haller gerne mit den Kindern, hauptberuflich arbeitet die Sozialarbeiterin in der Flüchtlingshilfe.

Für die drei Wochen Kinderbetreuung in Atlantis nimmt die 34-Jährige, die in Leverkusen arbeitet, sogar Urlaub. Wenn das nicht geht, dann pendelt die Langzeit-Teamerin sogar drei Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um wenigstens bei der Abendrunde dabei sein zu können. „In der Kuschelecke zu spielen oder sich für die Kinder etwas auszudenken, das ist das Größte“, so die Betreuerin, die liebevoll „Tante Erika“ genannt wird. Haller will auch weiter der Ferienstadt treu bleiben.

Und auch Jennifer Kampa hat das Atlantis-Fieber gepackt. „Dass ich nächstes Jahr wieder dabei bin, ist schon fest eingeplant“, so die Neue auf der Wiese.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3402912?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F4847834%2F4847840%2F
Amazon-Zusteller legt Paket in der blauen Tonne ab
Paketdienst: Amazon-Zusteller legt Paket in der blauen Tonne ab
Nachrichten-Ticker