Protest im Zwölfer-Pack
Münsters neue APO

Münster -

Münster steht ein stürmischer Spätsommer bevor. Zwölf münsterische Bürgerinitiativen haben sich am Mittwochabend zusammengeschlossen, um ihre Forderungen gemeinschaftlich in den Oberbürgermeister-Wahlkampf hineinzutragen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Freitag, 31.07.2015, 09:07 Uhr

Das neue Bündnis nennt sich „ BIG für Münster “, wobei die drei Buchstaben stehen für „Bürger-Initiativen-Gemeinsam“.

In einem Arbeitspapier, das unserer Zeitung vorliegt, benennen sie ihre wichtigsten Ziele: „Weniger Lärm“, „Erhalt der Stadtviertel“ (Stichwort Nachverdichtung) und „Mehr Transparenz in Politik und Verwaltung“.

Folgende Bürgerinitiativen (BI) haben sich zusammen geschlossen:

► BI Lebensqualität Hafen (Streit über weitere Bebauung am Stadthafen)

► BI Baugebiet Lancier (Streit über Zuwegung für ein Baugebiet in Wolbeck )

► BI Amelsbüren (Streit über Lärmschutz an der A1)

► Verein für immissionsarme Verkehrswege

► BI Rettet den Esch (Streit über eine Erschließungsstraße für die Umgehungsstraße in Wolbeck)

► BI Landschaftsschutz Roxel: (Streit über Ausbau des Autobahn-Parkplatzes)

► BI Lärmschutz Nienberge (Streit über Lärmschutz an der Autobahn)

► BI Vögedingplatz (Streit über ein Kita- und Wohnhaus-Projekt in Nienberge)

► BI Gremmendorfer Weg (Streit über ein Wohngebiet in Gremmendorf)

► Verein für eine maßvolle Bebauung am Markweg (Streit über die Dimension eines Neubaugebietes)

► BI Heroldstraße (Streit über die Verlegung einer Straße in Mecklenbeck)

► BI St. Mauritz (Streit über Lärmschutz an der Umgehungsstraße).

Zu den Sprechern von BIG wurden Rosemarie Bodmann , Michael Atorf und Peter-Paul Gosing gewählt.

Angesichts der vielen Lärmschutz- und Nachverdichtungskonflikte in Münster wurde wochenlang über die Gründung dieses Bündnisses spekuliert. Offen war dabei, wie zu hören ist, die Frage nach der thematischen Ausrichtung. Sie ist jetzt geklärt.

In einem Strategiepapier heißt es: „Das Netzwerk will durchaus verstanden sein als eine konstruktive APO (Außerparlamentarische Opposition), die sich aktiv in die fehlende Gesamtstrategie für die Stadtentwicklung bei wachsender Bevölkerungszahl in Münster einmischen und einbringen will und wird. Zu dieser fehlenden Gesamtstrategie zählen zum Teil störende oder zu intensive Nachverdichtungsmaßnahmen im Altbestand sowie ein fehlendes Gesamtverkehrskonzept.“

Wie das Bündnis auf Anfrage unserer Zeitung erklärt, arbeitet man aktuell an einer eigenen Internetpräsenz. 

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