Aktion für die Kinderkrebshilfe
600 Läufer schaffen neuen Rekord

Münster -

Fast 600 Läufer aus ganz Westfalen gingen am Samstag an den Start, um Geld für die Kinderkrebshilfe zu sammeln. Am Ende kamen mehr als 8000 Euro zusammen.

Sonntag, 02.08.2015, 17:08 Uhr

Helfer an den Versorgungsstationen sorgten unterwegs dafür, dass die Läufer, die sich an dem Münsterland-Sternlauf beteiligten, ihr Ziel am Leonardo-Campus in Münster erreichten.
Helfer an den Versorgungsstationen sorgten unterwegs dafür, dass die Läufer, die sich an dem Münsterland-Sternlauf beteiligten, ihr Ziel am Leonardo-Campus in Münster erreichten. Foto: Sophie Spiegler

„Ich bin überwältigt!“ Sichtlich bewegt blickt Jürgen Jendreizik vom Verein Läuferherzen über die Teilnehmer des vierten Münsterland-Sternlaufs, die sich zum Gruppenfoto sammeln. Fast 600 Läufer aus ganz Westfalen gingen am Samstag an den Start, um Geld für die Kinderkrebshilfe Münster zu sammeln. Am Ende standen mehr als 8000 Euro zu Buche. Ein neuer Rekord – und eine Zahl, von der Jendreizik nicht zu träumen wagte, als er die Veranstaltung vor vier Jahren ins Leben rief.

Ein Bericht im Radio war es, der den passionierten Langstreckenläufer auf das Schicksal junger Krebspatienten aufmerksam machte. Er wollte etwas tun. „Auch aus Dankbarkeit, dass ich gesunde Kinder habe.“ Bei einem Lauf im heimatlichen Oelde kam ihm dann die Idee: Ein Sternlauf, bei dem die Teilnehmer statt einer Startgebühr eine Spende entrichten.

Sternlauf für die Kinderkrebshilfe

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  • Fast 600 Läufer aus ganz Westfalen gingen am Samstag an den Start, um Geld für die Kinderkrebshilfe Münster zu sammeln. Am Ende standen mehr als 8000 Euro zu Buche. Ein neuer Rekord. Foto: Sophie Spiegler
  • Fast 600 Läufer aus ganz Westfalen gingen am Samstag an den Start, um Geld für die Kinderkrebshilfe Münster zu sammeln. Am Ende standen mehr als 8000 Euro zu Buche. Ein neuer Rekord. Foto: Sophie Spiegler
  • Scheckübergabe: Organisator Jürgen Jendreizik (l.) übergibt die Spende an Manfred und Anette Blomberg, Stellvertretende Vorsitzende der Kinderkrebshilfe Münster e.V.

    Foto: Sophie Spiegler
  • Einlauf ins Ziel.

    Foto: Sophie Spiegler
  • Fast 600 Läufer aus ganz Westfalen gingen am Samstag an den Start, um Geld für die Kinderkrebshilfe Münster zu sammeln. Am Ende standen mehr als 8000 Euro zu Buche. Ein neuer Rekord. Foto: Sophie Spiegler
  • Gruppenbild am Eiswagen.

    Foto: Sophie Spiegler
  • Applaus für die Organisatoren.

    Foto: Sophie Spiegler
  • Fast 600 Läufer aus ganz Westfalen gingen am Samstag an den Start, um Geld für die Kinderkrebshilfe Münster zu sammeln. Am Ende standen mehr als 8000 Euro zu Buche. Ein neuer Rekord. Foto: Sophie Spiegler
  • Fast 600 Läufer aus ganz Westfalen gingen am Samstag an den Start, um Geld für die Kinderkrebshilfe Münster zu sammeln. Am Ende standen mehr als 8000 Euro zu Buche. Ein neuer Rekord. Foto: Sophie Spiegler
  • Warten auf die Läufer.

    Foto: Sophie Spiegler
  • Fast 600 Läufer aus ganz Westfalen gingen am Samstag an den Start, um Geld für die Kinderkrebshilfe Münster zu sammeln. Am Ende standen mehr als 8000 Euro zu Buche. Ein neuer Rekord. Foto: Sophie Spiegler
  • Jürgen Jendreizik

    Foto: Sophie Spiegler
  • Das Musikkorps der Freiwilligen Feuerwehr spielte für die Läufer.

    Foto: Sophie Spiegler
  • Bratwurst für die hungrigen Läufer.

    Foto: Sophie Spiegler

Gesagt, getan. Jendreizik gründete den Verein Läuferherzen, suchte Sponsoren und Helfer. Gemeinsam entwickelte man die bis zu 70 Kilometer langen Strecken, die von den fünf Startpunkten Rheine, Stadtlohn, Hamm, Lippetal und Liesborn allesamt zum Leonardo-Campus nach Münster führen. Die Läufer können dabei selbst entscheiden, wie weit sie laufen. Ein ausgeklügeltes System von Wechselpunkten und Versorgungsstationen ermöglicht es auch Lauf-Anfängern, ihren Teil beizutragen. Spontane Unterstützung kommt von Spaziergängern. Mehr als einmal, so berichtet Jürgen Jendreizik, sei er gefragt worden: „Wo kann ich das Geld loswerden?“

Dankbar sind auch Anette und Manfred Blomberg von der Kinderkrebshilfe Münster, die sich erneut über einen großzügigen Scheck freuen können. „Wir sind uns bewusst, dass unheimlich viel Arbeit und Mühe in der Vorbereitung steckt. Das Geld kommt direkt den Krebsstationen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am UKM zu Gute.“ Rund 130 neue Patienten werden dort jedes Jahr nicht nur medizinisch betreut. Ein Spielezimmer, Kunst- und Musiktherapie sowie ein Gästehaus für die Eltern sollen die schwere Zeit erleichtern.

Welche Bedeutung diese Form der Unterstützung hat, weiß Klaus Göbel zu berichten. Sein Neffe erkrankte mit drei Jahren an Leukämie. „Für die Eltern was es wichtig, schnell und unbürokratisch unterstützt zu werden. Sie haben den Aufenthalt im Elternhaus genossen.“ Deshalb musste der Mann vom DRK Wadersloh nicht lange überlegen: „Selbstverständlich unterstütze ich so eine gute Sache immer wieder gerne!“

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