New Names
Überraschungsgast Udo Lindenberg hört sich Nachwuchstalente im Jovel an

Münster -

Ist er das? Das ist er doch! Nach und nach trauten die gut 200 Musikbegeisterten bei den New Names-Konzerten im Jovel Club am Donnerstagabend ihren Augen. Udo Lindenberg hatte sich unters Volk gemischt.

Freitag, 14.08.2015, 12:08 Uhr

Udo Lindenberg
Udo Lindenberg trat am Donnerstagabend als Überraschungsgast auf die Bühne des Jovels. Foto: Pjer Biederstädt

Sichtlich angetan wippte der Rockstar mit dem Bein im Takt, doch sein unangekündigter Besuch hatte noch einen anderen Grund, als nur die Newcomer-Bands zu sehen. „Ehrlich gesagt hatte ich das vergessen. Heute Mittag hat Udo mir eine Nachricht aufs Handy geschickt, dass er zum Jubiläum der Gründung unseres Panikorchesters vor 42 Jahren spontan nach Münster kommen würde“, freute sich New Names -Gründer Steffi Stephan sichtlich über den Besuch seines Freundes. Die Band hatte sich am 13. August 1973 in Havixbeck gegründet. Und während der 69-jährige Panikrocker bereitwillig Autogramme schrieb und an seinem Bierchen nippte, entfalteten die drei Acts ganz nach dem Motto des Events eine breite Palette musikalischer Vielfalt.

Drei überzeugende Newcomer-Bands

Marnie aus Münster machten – nachdem sich die Besucher in den letzten Sonnenstrahlen mit Grillgut und Bier versorgt hatten – den Anfang mit Soulgesang auf HipHop-Beats. „Vielleicht könnte man unsere Musik Soul-Hop nennen“, sagte TLB, der Mann an den Plattentellern. Auf seine live handgemachten Tracks sang Klara mal gefühlvoll soulig, mal kraftvoll rappend, unterstützt von Gastkünstler HaiMitch. Spätestens beim „Arschwackelsong“ (O-Ton Klara) namens „Uh Ah“ gab auch die letzte Hüfte im Publikum die Starrsinnigkeit auf.

New Names am 13.08.2015

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  • Zur großen Überraschung der Zuhörer kam Udo Lindenberg zu Besuch, um den 30. Geburtstag des "Panikorchesters" zu feiern. Hier zusammen mit Steffi Stephan.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • Der münsteraner Beatbauer und Produzent TLB und die Sängerin Klara bilden das Duo Marnie.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • Lisa Buchholz von Lizzy Dean. Lizzy Dean ist ein junges deutsches Newcomer-Pop-Duo.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • The Urban Turbans spielen einen Mix aus Balkanswing, Reggae-Jazz und Ska.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • Der münsteraner Beatbauer und Produzent TLB und die Sängerin Klara bilden das Duo Marnie.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • The Urban Turbans spielen einen Mix aus Balkanswing, Reggae-Jazz und Ska.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • Lisa Buchholz von Lizzy Dean. Lizzy Dean ist ein junges deutsches Newcomer-Pop-Duo.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • The Urban Turbans spielen einen Mix aus Balkanswing, Reggae-Jazz und Ska.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • Der münsteraner Beatbauer und Produzent TLB und die Sängerin Klara bilden das Duo Marnie.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • Lizzy Dean ist ein junges deutsches Newcomer-Pop-Duo.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • Der münsteraner Beatbauer und Produzent TLB und die Sängerin Klara bilden das Duo Marnie.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • Lisa Buchholz von Lizzy Dean. Lizzy Dean ist ein junges deutsches Newcomer-Pop-Duo.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • Auch ein prominenter Musiker war dieses Mal dabei: Max Buskohl.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • The Urban Turbans spielen einen Mix aus Balkanswing, Reggae-Jazz und Ska.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • Auch ein prominenter Musiker war dieses Mal dabei: Max Buskohl.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • Zur großen Überraschung der Zuhörer kam Udo Lindenberg zu Besuch, um den 30. Geburtstag des "Panikorchesters" zu feiern.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • Auch ein prominenter Musiker war dieses Mal dabei: Max Buskohl.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • Zur großen Überraschung der Zuhörer kam Udo Lindenberg zu Besuch, um den 30. Geburtstag des "Panikorchesters" zu feiern. Hier zusammen mit Steffi Stephan.

    Foto: Pjer Biederstaedt
  • Zur großen Überraschung der Zuhörer kam Udo Lindenberg zu Besuch, um den 30. Geburtstag des "Panikorchesters" zu feiern.

    Foto: Pjer Biederstaedt

Angesteckt von der Hüfte zappelten bei der nächsten münsterschen Band die Beine, Arme und Köpfe gleich mit. Für The Urban Turbans ist jede Schublade zu klein. Der Bandbreite aus Balkanswing, Reggaejazz und Ska in acht verschiedenen Sprachen mit außergewöhnlichen Instrumenten wie Harmonika und Kazoo ist kein Stempel aufzudrücken. Was Martin Rott (Saxophon), Daniel Rudolph (Schlagzeug), Felix Hartwig (Gitarre), Lukas Hülsermann (Bass) und die fantastisch facettenreiche Sängerin Lena Muer mit ihren Neuinterpretationen altbekannter und manchmal längst vergessener Songs auf die Bühne zauberten, verbreitete schlagartig gute Laune.

Lizzy Dean, die letzte Newcomer-Band des Abends, hatte zuvor auf dem Weg von ihrer Heimat Düsseldorf nach Münster im Stau gestanden und dadurch den Soundcheck verpasst. Doch die im Schein des Silbermonds anzusiedelnden Ohrwurmanwärter der Sparte deutscher Poprock - selbst geschrieben von Frontfrau Lisa Buchholz und Gitarrist Florian Krahe - kamen in Fünferbesetzung auch ohne Einspielen zur Entfaltung.

Special Guest mit Lindenberg-Connection

Max Buskohl in Bildern

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  • Die Band Empty Trash mit Sänger Max Buskohl am 7. Dezember 2007 im Jovel.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die Band Empty Trash mit Sänger Max Buskohl am 7. Dezember 2007 im Jovel.

    Foto: dpa
  • Die Band Empty Trash mit Sänger Max Buskohl am 7. Dezember 2007 im Jovel.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Max Buskohl am 7. Juni 2014 beim Konzert von Udo Lindenberg in der Düsseldorfer Esprit-Arena.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die Band Empty Trash mit Sänger Max Buskohl am 7. Dezember 2007 im Jovel.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die Band Empty Trash mit Sänger Max Buskohl am 7. Dezember 2007 im Jovel.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Max Buskohl im Juli 2015 beim Besuch in Steffi Stephans Jovel-Studio.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die Band Empty Trash mit Sänger Max Buskohl am 7. Dezember 2007 im Jovel.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die Band Empty Trash mit Sänger Max Buskohl am 7. Dezember 2007 im Jovel.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die Band Empty Trash mit Sänger Max Buskohl am 7. Dezember 2007 im Jovel.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Max Buskohl am 7. Juni 2014 beim Konzert von Udo Lindenberg in der Düsseldorfer Esprit-Arena.

    Foto: Gunnar A. Pier

Zum ersten Mal bei den New Names gab es einen Special Guest im Anschluss der drei halbstündigen Auftritte. Max Buskohl gab einige Stücke seines demnächst produzierten Albums mit beeindruckender Gesangstimme und in handwerklich feinster Singersongwriter-Manier zum Besten. Buskohl ist der Sohn von Carl Carlton, Gitarrist unter anderem bei Lindenberg – ja ja, man kennt sich – und wurde durch sein freiwilliges Ausscheiden bei der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ im Jahr 2007 der breiten Öffentlichkeit bekannt.

„Jetzt mache ich das, was ich ohne DSDS eh hätte machen müssen. Ich spiele in Clubs und Bars und finde es hervorragend“, sagte Buskohl nach seinem Gig. Einen Teil seiner Gage bekam der 26-Jährige von Steffi Stephan als Vorschuss in Form eines Motorrads, mit welchem Buskohl „direkt von der Reeperbahn“ nach Münster gekommen war.

Udo Lindenberg Überraschungsgast im Jovel

Apropos Reeperbahn: Am Ende betrat Lindenberg unter Jubel die Bühne. Er sang nicht, sondern erzählte von der Bandgründung vor 42 Jahren. Man verstand ihn, doch es hörte sich alles wie „Düpdidüdüp“ an. Und damit hatte der Meister den gelungenen Abend perfekt zusammengefasst.

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