Nachfrage nach Ferienwohnungen steigt
Zu Hause in der Fremde

Münster -

Münster steht bei Touristen hoch im Kurs. 1,36 Millionen Übernachtungen gab es im vergangenen Jahr – nicht nur in Hotels. Auch Ferienwohnungen sind gefragt. Neu am Markt ist das Boardinghouse Münster, das exklusive Ferienwohnungen in der City bietet.

Freitag, 04.09.2015, 08:09 Uhr

In der Ferienwohnung Prinzipal mit Delfter Kacheln und Designermöbeln: die Betreiber des neuen Boardinghaus Münster, Birgit Hövener und Ehemann Ludger Rothues.
In der Ferienwohnung Prinzipal mit Delfter Kacheln und Designermöbeln: die Betreiber des neuen Boardinghaus Münster, Birgit Hövener und Ehemann Ludger Rothues. Foto: hö

Münster ist als Ziel für Touristen sowie als Arbeitsplatz gleichermaßen beliebt. Die Zahl der Übernachtungen pro Jahr stieg laut Statistik von Münster-Marketing im vergangenen Jahr auf 1,36 Millionen. In erster Linie sind es Hotelübernachtungen, aber auch die Nachfrage nach Ferienwohnungen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Allein auf der Homepage der Stadt sind rund 40 Ferienwohnungen zu finden. Ende dieses Monats wird das Boardinghouse Münster an der Sonnenstraße offiziell eröffnet. „Wir wollen Gästen, die eine räumliche Trennung von Bett und Sofa wünschen, eine Atmosphäre wie zu Hause bieten“, erklärt Boardinghouse-Betreiberin Birgit Hövener von der Dr. Hövener Nachfolger GmbH, die in Münster inzwischen drei Häuser mit insgesamt 16 Ferienwohnungen managt.

Alle sieben Wohnungen in dem Gebäude an der Sonnenstraße, in dem zuvor das Restaurant Culinarium geführt wurde, haben einen unterschiedlichen Stil und greifen Sehenswürdigkeiten der Stadt auf, erläutert Hövener und führt in die Gute Stube „Prinzipal“ mit historischen Delfter Kacheln und Sandstein-Elementen. In der Wohnung „Prof. Landois“ empfängt die Besucher ein brüllender Löwe – auf Leinwand. Ganz in Grün gehalten ist die Wohnung „Promenade“.

Ferienwohnungen wie diese scheinen in Münster gefragt zu sein. Allerdings werden künftig nicht noch mehr Anbieter über die Homepage der Stadt und die Touristeninformation zu finden sein – wegen der Zielsetzung der seit 2014 geltenden Wohnraumschutzsatzung. Darauf weist Petra Panske , Leiterin des Geschäftsbereichs Touristik, Kongressmarketing und Stadtinformation, hin. Angesichts des engen Wohnungsmarkts soll eine Konkurrenzsituation zwischen normalen Wohnungen und Ferienwohnungen, die zudem eine erheblich höhere Rendite versprechen, vermieden werden.

Unabhängig davon hat die große Zahl von Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen und Pensionen eine große wirtschaftliche Bedeutung für Gastronomie, Einzelhandel und Kultureinrichtungen. Petra Panske weiß von einer Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr, dass ein Hotelgast im Jahr 2011 pro Tag für Unterkunft, Verpflegung und andere Leistungen 166 Euro ausgab. Beim Gast in einer Ferienwohnung seien es immerhin 63,20 Euro pro Tag.

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