Ausbau der B 51
Arbeiten nur bis 20 Uhr

Münster -

Antworten auf Fragen zum Ausbau der Bundesstraße 51 (B 51) gab der Landesbetrieb Straßen NRW am Mittwochabend.

Donnerstag, 10.09.2015, 21:09 Uhr

Kritik von Anwohnern gab es primär an der Verkleinerung von Grünbeständen, die die Behörde für notwendig hält.
Kritik von Anwohnern gab es primär an der Verkleinerung von Grünbeständen, die die Behörde für notwendig hält. Foto: klm

Wird es genügend Lärmschutz an der Strecke geben? „Ja.“ Finden die Bauarbeiten im Drei-Schicht-Betrieb statt, also auch nachts? „Nein.“ Antworten auf Fragen zum Ausbau der Bundesstraße 51 (B 51) gab der Landesbetrieb Straßen NRW am Mittwochabend vor allem in Person von Projektleiter Nikolai Weber . Zum Info-Termin für Anwohner „über das, was wir vorhaben“, so Weber, kamen etwa 80 Leute ins Pfarrheim St. Margareta, dessen Versammlungsraum damit bis zur Eingangstürschwelle gefüllt war.

Grün wird nur weggenommen, wenn das für den Bau der Straße wichtig ist.

Nikolai Weber, Projektleiter

Nahezu durchgängig würden entlang der 2,6 Kilometer langen – dann vierspurigen – Ausbau-Strecke bis zur Warendorfer Straße Lärmschutzwände errichtet, erklärte der Projektleiter. Zwischen Laerer Landweg und Pleistermühlenweg aber nicht – denn dort solle ein 700 Meter langer Trogbau, in dem die Fahrbahn bis zu zwei Meter unter Geländehöhe abgesenkt wird, die Straße aufnehmen.

Massive Kritik am Projekt „Ausbau B 51“, wie sie angesichts der Proteste von Anwohnern sowie gerichtlichen Klagen in den vergangenen Monaten hier vielleicht sogar zu erwarten gewesen wären, gab es nicht. Stattdessen standen sachbezogene Fragen im Mittelpunkt. Nach knapp zwei Stunden wurde die Präsentation des Landesbetriebs sogar beklatscht.

41 Bauwerke, so Weber, seien bis zur Fertigstellung 2020 zu errichten, einschließlich des Neubaus der dann dreispurigen B 481n bis Höhe Sudmühlenstraße. Der Verkehr werde immer auf einer Straßenseite weitergeführt. Tagesbaustellenzeit: 7 bis maximal 20 Uhr.

Vor allem die Kreuzung Wolbecker Straße stand im Fokus einer Fragerunde, die sich nach einer gezeigten Computer-Animation der Gesamtstrecke entwickelte. Während der Bauzeit dort solle der Verkehr verschwenkt über einen Damm geführt werden, ebenso Fuß- und Radverkehr, erklärten Weber und Planungsleiter Manfred Ransmann.

Die Auf- und Abfahrt Warendorfer Straße werde zukünftig ampelfrei sein, die Dyckburgstraße wiederum werde versetzt neu angelegt. Wie sich die Fahrwegebeziehungen im Osten der Stadt auch dadurch ändern, will die Behörde „zeitnah“, so hieß es, mit Computer-Animationen auf ihrer Internetseite darstellen. Weitere Info-Treffen für Anwohner solle es zu einzelnen Streckenabschnitten geben.

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