Flashmob vor dem Friedenssaal bringt den Prinzipalmarkt zum Beben
800 Münsteraner setzen ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

Münster -

Noch um kurz vor zwölf herrscht der normale Wochenend-Wahnsinn auf dem Prinzipalmarkt, der am Samstagmittag einem Ameisenhaufen gleicht. Doch kurz bevor die Uhr zur vollen Stunde schlägt ist plötzlich kein Durchkommen mehr. Rund 800 Menschen versammeln sich vor dem münsterischen Friedenssaal. Fast bis zum Domplatz und bis zur Lambertikirche füllen sie Münsters Innenstadt und haben ein gemeinsames Ziel: Im Rahmen der bundesweiten Initiative „Aktion Arschloch“ ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen.

Samstag, 12.09.2015, 13:09 Uhr

Flashmob vor dem Friedenssaal bringt den Prinzipalmarkt zum Beben : 800 Münsteraner setzen ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit
Foto: Matthias Ahlke

Absolut textsicher und mit voller Kraft stimmen Münsteraner jeden Alters den Anti-Neonazi-Song „Schrei nach Liebe“ der bekannten Punkrockband „Die Ärzte“ an. Spätestens als der Refrain ertönt und hunderte Sänger mit voller Kraft „Arschloch“ brüllen, rührt das Rudelsingen für eine tolerante Welt so Manchen zu Tränen und versetzt den Rathausvorplatz in einen einmaligen Ausnahmezustand der Solidarität. Schließlich bebt ein donnernder Applaus über den Prinzipalmarkt – bis die Menschenmasse auf einmal genauso schnell verschwunden ist, wie sie aufgetaucht ist, und der Zauber vorbei ist.

Rudelsingen: Flashmob gegen Fremdenfeindlichkeit

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Münster ist nur eine von 24 deutschen Städten, die beim bundesweiten Flashmob mitmacht und alle Bürger zum Mitsingen einlud. Der Wunsch von Initiatorin Sarah Schütte (32) ist damit in Erfüllung gegangen. Denn ganz spontan versammelten sich sogar deutlich mehr Menschen zum gemeinsamen Singen, als sich zuvor über Facebook angekündigt hatten.

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