Mein Arbeitsplatz: Ana Ehling
Hüte aus dem Garten

Münster -

Ein Atelier im Garten. Überall interessante Hüte. Mittendrin Ana Ehling, die Hut-Künstlerin. Ein Besuch am Arbeitsplatz.

Dienstag, 15.09.2015, 06:09 Uhr

Die Tür ihres Ateliers führt in den Garten , daneben stehen Blumentöpfe und eine Frosch-Gießkanne. Ana Ehling schaut heraus, einen blauen Strohhut schräg auf dem Haar. Auf der anderen Hausseite rauscht der Verkehr über die Gartenstraße, hier herrscht Idylle. „Modistinnen und Putzmacherinnen“, sagt sie, „haben auch früher oft Zuhause gearbeitet.“

Ehling (54) ist Hutmacherin. Jedenfalls mit dem Teil ihrer Arbeitszeit, den sie nicht der Schule widmet. Die gebürtige Borkenerin studierte Romanistik und Kunstgeschichte, hat eine halbe Stelle am Gymnasium Arnoldinum in Steinfurt.

„Aber mich haben Hüte immer fasziniert“, sagt sie in ihrem Gartenatelier vor dem Regal mit den vielen Hutformen aus Holz. Für jeden Kopf ein Muster. Die hat sie mal – genau wie den alten Ladentisch – von der Hutmacherin Ida Reuter aus Laer bekommen.

Hutdesignerin Ana Elling

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  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning
  • Ana Elling hat bestimmt einen der verstecktesten Läden in der Stadt. Eingang durch den Garten an der Gartenstraße. Foto: Günter Benning

Die hatte ihr Handwerk noch in einer Zeit gelernt, als in Münster Putzmachermessen stattfanden, bei denen sich 500 Handwerkerinnen mit Filz, Fäden, Modellen und neuen Ideen eindeckten. „Hüte sind im Kommen“, sagt Ana Ehling, während sie eine Form über eine Heißluftdüse hält. Der Filz wird durch die Hitze passend gemacht. „Die Mode ist weiblicher geworden, man inszeniert sich gerne – da gehört auch der Hut dazu.“

Um sie herum hängen extravagante Hüte, für Hochzeiten, für Pferderennen. Aber auch Gebrauchsmützen für alle Tage. Leichte Baskenmützen, Caps, breitkrempige Sonnenhüte. „Es gibt auch junge Frauen, die wirklich auf einen handgemachten Hut sparen.“

Die große Zeit des Huts liegt natürlich lange zurück. Mitte des vergangenen Jahrhunderts gehörte er zu jedem Kostüm, zu jedem Damenmantel. Die Garderobe war nur komplett mit Kopfbedeckung. „Und wenn die Frisur nicht richtig saß“, sagt Ehling, „konnte man mit dem richtigen Hut viel reißen.“

Dann kam das Auto. Und wer sich in die Blechdosen mit Rädern quetscht, weiß natürlich, dass zwischen Hut und Decke kein Zentimeter Platz bleibt. Der Hut war aus dem Rennen. Ehling: „Eigentlich hätte man statt Hut auch eine sportliche Kappe nehmen können.“

Ana Ehling sieht sich als Hut-Künstlerin. Sie hat ihre Ausbildung im holländischen Soest bei der Hutdesignerin Marianne Jongkind absolviert. „Die arbeitet für große Shows – und ich hatte das Glück, dabei als Assistentin mitmachen zu können.“

Da darf dann auch mal eine Gag-Form gewählt werden. Auf Ehlings Arbeitstisch stehen ein paar Tea-Time-Hüte. Sie sehen aus wie Tassen mit Unterteller.

„Viele Leute meinen, dass sie keine passenden Hut-Köpfe haben“, sagt sie. Aber in ihrem Regal stehen Formen auch für westfälische Bollerköppe. Alles eine Frage der Form. Neuerdings greifen immer mehr Männer zum Hut, manche, weil sie die Sonne und das UV-Licht fürchten. Baskenmützen in allen Farben, breitkrempige Panamahüte. Alles geht.

Und Ana Ehling selbst? „Ich trage gerne Kappen – davon habe ich mindestens zehn Stück. Dann die zwei Regenhüte und meine Regenmütze“, sagt sie, „und dann habe ich noch die Hüte, mit denen ich gerne auffallen möchte.“

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