Flüchtlinge:
Unterkünfte in 24 Stadtteilen

Münster -

In 24 von 45 Stadtteilen in Münster befinden sich aktuell Flüchtlingseinrichtungen oder sind dort bereits genehmigt. Das teilte die neue Sozialdezernentin Cornelia Wilkens in der Einwohner-Fragestunde des Rates mit.

Donnerstag, 17.09.2015, 11:09 Uhr

Haus Heidhorn in Hiltrup. 
Haus Heidhorn in Hiltrup.  Foto: mlü

Der mit Abstand höchste Anteil an Flüchtlingen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung findet sich mit 23,2 Prozent in Gremmendorf-West . Die Menschen sind in der Landesnotunterkunft in der ehemaligen York-Kaserne , am Angelsachsenweg und an der Nieberdingstraße untergebracht. Allerdings werde in allen Stadtteilen die Errichtung neuer Flüchtlingsunterkünfte geprüft, sagte Wilkens . Man versuche weiterhin so gut es gehe, die Flüchtlinge dezentral über die Stadt zu verteilen.

Den Angaben zufolge liegt der Anteil von Flüchtlingen – bezogen auf die Gesamtbevölkerung – in 32 Stadtteilen zwischen null und ein Prozent. Nur in zwei Stadtteilen gebe es mehr als fünf Prozent an Flüchtlingen – abgesehen von Gremmendorf-West in Sentrup, wo sich mit der Wartburg-Schule die zweite Notunterkunft des Landes befindet. In Rumphorst und Berg Fidel liegt der Flüchtlingsanteil, bezogen auf die Bevölkerung, zwischen zwei und fünf Prozent.

Allein für das Jahr 2015 beziffert Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier die Aufwendungen für Flüchtlinge auf mehr als 18 Millionen Euro. Abzüglich der Erstausstattungen von Bund und Land bleibe es bei einer Netto-Belastung für die Stadt von etwa 13,75 Millionen Euro. Ob damit das Ende der Fahnenstange erreicht ist, scheint nach Einschätzung Reinkemeiers höchst ungewiss: „Wie sich die Situation in den verbleibenden Monaten 2015 entwickeln wird, ist derzeit nach den aktuellen Entwicklungen kaum absehbar.“ Erst recht gelte das für das Haushaltsjahr 2016.

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