Tour de France
Rat sagt „Nein“ zur Tour de France

Münster -

Aus für die Tour de France. Der Rat entschied sich gegen die Initiative von OB Markus Lewe, der die Rad-Tour gerne in die Region geholt hätte.

Donnerstag, 17.09.2015, 16:09 Uhr

Tour de France-Spurt – das wird es im Münsterland nicht geben. 
Tour de France-Spurt – das wird es im Münsterland nicht geben.  Foto: dpa

„Wenn wir das beschließen, dann kann man auch gleich sagen: Wir wollen es nicht.“ Dieser Stoßseufzer entfuhr Oberbürgermeister Markus Lewe , als SPD , Grüne und FDP am späten Mittwochabend im Rat einen Antrag zur „sofortigen Beschlussfassung“ zum Thema Tour de France vorlegten.

Darin heißt es, dass die Stadt Münster im Falle eines eventuellen Tourstarts in Münster „jede Form eines Barzuschusses und einer entgeltfreien Überlassung von Dienst- und Sachleistungen oder Infrastruktur“ ablehnt.

Lewes Widerspruch änderte aber nichts daran, dass der Antrag im Rat eine klare Mehrheit fand. Beschlossen wurde er nicht nur von SPD, Grünen und FDP, auch Piraten, ÖDP, AfD und die beiden fraktionslosen Ratsmitglieder stimmten dafür. Gegenstimmen gab es von CDU und UWG. Die Linke enthielt sich.

Linke-Fraktionschef Rüdiger Sagel lehnt nach eigenem Bekunden einen Tour-de-France-Start in Münster zwar ab, hält es aber nicht für erforderlich, bereits jetzt darüber abzustimmen.

In den vergangenen Monaten hatte Lewe wiederholt dafür geworben, 2018 Austragungsort für den Start der Tour de France zu werden.

Die FDP-Fraktionschefin Carola Möllemann-Appelhoff begründete das „Nein“ zu einer städtischen Mitfinanzierung zu diesem Event mit den Worten: „Das wäre keinem Menschen zu vermitteln.“ Lewe hielt dem entgegen, dass Münster sich auch mal was zutrauen müsse. SPD-Fraktionschef Dr. Michael Jung verwies derweil auf den städtischen Schuldenberg, der bis 2018 noch kräftig wachse.

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