Knollenblätterpilz
Noch ein Patient mit Pilzvergiftung

Münster -

Nach einer Reihe schwerer Pilzvergiftungen, die im UKM behandelt werden, wurde am Donnerstag erneut ein 44-jähriger Mann aus Lengerich mit einer Vergiftung eingeliefert.

Freitag, 18.09.2015, 14:09 Uhr

Knollenblätteriz 
Knollenblätteriz  Foto: dpa

„Der hatte den Pilz gleich mitgeliefert“, sagt UKM-Pressesprecherin Marion Zahr . Und wieder handelte es sich um den gefährlichen Knollenblätterpilz , der von manchen Pilzsammlern mit Champignons verwechselt wird. Häufig seien dies Patienten aus russischsprachigen Ländern.

Dem 16-jährigen syrischen Jugendlichen, der mit seiner Mutter im UKM behandelt wird, gehe es unverändert. Immerhin seien seine Werte nicht schlechter geworden, so Zahr. Noch ist nicht klar, ob er tatsächlich auf eine Leber-Transplantation angewiesen sein wird. Bei seiner ebenfalls vergifteten Mutter gehen die Ärzte davon aus, dass die Dialyse-Behandlung bei ihr Erfolg bringt.

Inzwischen hat das Gesundheitsamt Plakate an die Flüchtlingsunterkünfte in Münster geschickt, auf denen in mehreren Sprachen auf die Gefahr von Knollenblätterpilzen hingewiesen wird. Offenbar verwechselten Flüchtlinge aus Syrien den gefährlichen Pilz mit einer essbaren Sorte aus ihrer Heimat. In Syrien gibt es nur wenige essbare Pilzarten, eine WN-Leserin glaubte, der Pilz, um den es gehe, heiße „Bosgolek“.

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