Bombenblindgänger in Münster
Zwei Fünf-Zentner-Bomben mit drei Zündern entschärft

Münster -

Zwei fünf Zentner schwere Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg wurden am Freitag im Bereich des Wienburgparks entschärft. Die Feuerwerker mussten drei Zünder ausbauen. Nach einer Stunde konnten alle Sperrungen aufgehoben werden.

Freitag, 18.09.2015, 18:09 Uhr

Das Team vom Kampfmittelräumdienst mit den beiden entschärften Bomben (v.l.): Heinz-Dieter Berchem, Horst Schöwe und Peter Asmussen.
Das Team vom Kampfmittelräumdienst mit den beiden entschärften Bomben (v.l.): Heinz-Dieter Berchem, Horst Schöwe und Peter Asmussen. Foto: hpe

Knapp eine Stunde dauerte am Freitagmorgen die Entschärfung von zwei Fünf-Zentner-Bomben aus dem 2. Weltkrieg am Wienburgpark . Die beiden Blindgänger waren nur wenige Meter entfernt von der gerade eröffneten Outlaw-Kita bei Bodensondierungen auf einer Wiese entdeckt worden. Insgesamt musste Feuerwerker Heinz-Dieter Berchem vom Dezernat Kampfmittelbeseitigung bei der Bezirksregierung Arnsberg drei Zünder aus den mehrere Meter unter der Erdoberfläche liegenden Bomben ausbauen. Obwohl einer der Zünder vermutlich beim Aufschlag auf den Boden stark deformiert worden war, konnte Berchem den Sprengsatz nach eigenen Angaben pro­blemlos unschädlich machen.

Nachdem die Öffentlichkeit am Donnerstag über die geplante Entschärfung informiert worden war, musste die Feuerwehr in der Nacht zum Freitag die beiden Fundstellen bewachen. Am Morgen dann begann die Evakuierung, wegen der dünnen Besiedlung mussten nur rund 150 Menschen im Bereich Salzmannstraße, Havixburgweg, Sacre-Coeur-Weg und Wienburgstraße ihre Häuser verlassen. Auch der Marathon-Sportplatz durfte nicht benutzt werden.

Die Feuerwehr hatte rund 50 Kräfte im Einsatz, im Bereich des Wienburgparks wurden zahlreiche Fußwege und Trampelpfade gesperrt und durch Wehrleute gesichert.

Gegen 12 Uhr konnte schließlich Entwarnung gegeben werden.

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