Besuch am Arbeitsplatz
Die Welten von Prof. Sternberg

Münster -

Thomas Sternberg ist ein Multitalent. Doppel-Doktor, Honorarprofessor, Leiter des Franz-Hitze-Hauses und CDU-Landtagsabgeordneter. Wir sahen uns in seinen Büros um.

Freitag, 25.09.2015, 21:09 Uhr

Thomas Sternberg in seinem Heimbüro. Die Bücher stapeln sich bis zur Decke, die Stereoboxen hat sich der Musikliebhaber so aufgestellt, dass er am Computer das beste Klangempfinden hat.
Thomas Sternberg in seinem Heimbüro. Die Bücher stapeln sich bis zur Decke, die Stereoboxen hat sich der Musikliebhaber so aufgestellt, dass er am Computer das beste Klangempfinden hat. Foto: bn

Ein Büro im Franz-Hitze-Haus, eines zu Hause, eines in Düsseldorf . Aber so richtig tief geprägt hat den Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg seine erste Arbeitsstelle: die Backstube seiner Eltern. Die Bilder davon hängen hinter dem Schreibtisch in seiner privaten Bücherhöhle. „Hier sind mein Vater und mein Bruder, da habe ich meine Lehre gemacht“, sagt er, „für mich sehr wichtig.“

Chaos und Ordnung - die zwei Büros von Thomas Sternberg

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  • Mal stehen die Bücher stramm gerade, mal schief und in die Ecken gequetscht. Zwei Konzepte, die nebeneinander funktionieren.

    Foto: Günter Benning
  • Ordentlich aufgeräumt: Der Schreibtisch im Franz Hitze-Haus.

    Foto: Günter Benning
  • Mal stehen die Bücher stramm gerade, mal schief und in die Ecken gequetscht. Zwei Konzepte, die nebeneinander funktionieren.

    Foto: Günter Benning
  • Mal stehen die Bücher stramm gerade, mal schief und in die Ecken gequetscht. Zwei Konzepte, die nebeneinander funktionieren.

    Foto: Günter Benning
  • Mal stehen die Bücher stramm gerade, mal schief und in die Ecken gequetscht. Zwei Konzepte, die nebeneinander funktionieren.

    Foto: Günter Benning
  • Mal stehen die Bücher stramm gerade, mal schief und in die Ecken gequetscht. Zwei Konzepte, die nebeneinander funktionieren.

    Foto: Günter Benning
  • Die Publikationen des Hitze-Hauses und Erinnerungen an vergangenen Veranstaltungen finden sich im Regal.

    Foto: Günter Benning
  • Die Publikationen des Hitze-Hauses und Erinnerungen an vergangenen Veranstaltungen finden sich im Regal.

    Foto: Günter Benning
  • Kunst prägt das Büro im Franz Hitze-Haus.

    Foto: Günter Benning
  • Kunst prägt das Büro im Franz Hitze-Haus.

    Foto: Günter Benning
  • Kunst prägt das Büro im Franz Hitze-Haus.

    Foto: Günter Benning
  • Die Publikationen des Hitze-Hauses und Erinnerungen an vergangenen Veranstaltungen finden sich im Regal.

    Foto: Günter Benning
  • Geordnetes Chaos: Sternberg in seinem Haus-Büro.

    Foto: Günter Benning

Der Bäckerlehrling, der sein Abi am Abendgymnasium nachholte und in Germanistik und Theologie promovierte, schmückt seine Büros gern mit Erinnerungen. Zum Beispiel mit dem Stutenkerl, der im Franz-Hitze-Haus oben auf einem Bücherregal steht, hart wie Stein. 2002, als die Bildungsstätte 50 Jahre alt wurde, bekamen die Ehrengäste Wolfgang Thierse und Bischof Reinhard Lettmann einen Pfeifenmann. Einen bewahrte Sternberg für sich auf.

Seit 1988 ist er Grevenbrücker Direktor des Franz-Hitze-Hauses. Dort hat er sein ordentliches Büro. Alle Bücher stehen in Reih und Glied, nach Reihen geordnet, zum Beispiel die Veröffentlichungen seiner Akademie.

Der Blick fällt auf einen Band, der quergestellt ist: „Kirche und SPD “. Auffällige Reklame über Parteigrenzen hinweg? Schließlich ist Sternberg auch noch Landtagsabgeordneter der CDU . „Nein“, lacht er, „ich muss das nur noch lesen.“ Nachher wird es sauber eingereiht.

Profession und Privates liegen bei Sternberg ungefähr 30 Meter auseinander. Von seinem Büro im Franz-Hitze-Haus geht es über einen Hinterausgang hinüber zur Dienstwohnung. „Ohne diese Nähe“, sagt der Vater von fünf Kindern, „hätte ich das nicht geschafft.“ Auch nicht die zusätzliche Aufgabe als Landtagsabgeordneter.

Er öffnet die Tür zu privaten Studierstube – das vollkommende Kontrastprogramm: Bücher stapeln sich bis zur Decke. Zerlesene Literatur vom Studium der Germanistik, Kunstgeschichte, Theologie, die man natürlich nicht wegwerfen kann. Neues steht auf dem Boden. Papiere sind in Päckchen auf dem kleinen Schreibtisch sortiert.

Im proppenvollen Regal liegen zwei Stereo-Boxen, mit denen sich der Musikliebhaber beschallen lassen kann, wenn er den Computer bedient.

Für Sternberg haben viele Dinge seiner Umgebung eine Bedeutung. Zum Beispiel das Eisenkreuz im Franz-Hitze-Haus-Büro. Es stammt von Axel Vater. Der hat es 1991 aus einem landwirtschaftlichen Messgerät gemacht – es hängt in allen Zimmer des Franz-Hitze-Hauses.

Thomas Sternberg bei der Arbeit

Axel Vater verstarb letztes Jahr. Das Tuch, der Essig und der Pinsel, mit dem er die Kreuze bearbeitete, befinden sich seit letztem Jahr in der Kapelle der Bildungsstätte. Sternberg gerührt: „Der Künstler hat es dem Haus vermacht.“

Gegenüber auf dem Regal verstauben ein zusammengebundener Hammer und Meißel. Das Kunstwerk hat er mal von Will Humburg, bis 2004 Generalmusikdirektor des Symphonieorchesters bekommen. Ein Protest gegen Kürzungen bei der Kultur. „Das war sehr kritisch gemeint“, sagt Sternberg, „aber ich bin mit den kulturpolitischen Akteuren ganz gut zurechtgekommen.“

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