Finsternis
Roter Mond ganz ohne Wolken

Münster -

Sehr gut zu sehen war die Mondfinsternis in der Nacht zum Montag. 50 Besucher kamen nachts ins Planetarium. Hier sind einige Bilder.

Montag, 28.09.2015, 17:09 Uhr

Die Phasen der partiellen Mondfinsterin hat unser Fotograf in einer Serienmontage dargestellt. Großer Vorteil: Die Nacht war sternenklar.
Die Phasen der partiellen Mondfinsterin hat unser Fotograf in einer Serienmontage dargestellt. Großer Vorteil: Die Nacht war sternenklar. Foto: Oliver Werner

Schichtarbeit im Planetarium. Dr. Björn Voss , Chef der LWL-Sternengucker machte gestern Nacht durch. Um sieben fiel er glücklich und zufrieden von dem einmaligen Mond-Erlebnis ins Bett. Am Nachmittag dann ein schlaftrunkener Kommentar: „Die Mondfinsternis ist in Münster prima zu sehen gewesen. Es hat alles super funktioniert – trotz schlechter Vorhersage war das Wetter perfekt,“

Das ist für Westfalen ja wirklich einmalig: die gesamte Finsternis war ohne eine einzige störende Wolke zu sehen. Erst gegen sechs Uhr, als die Finsternis dem Ende entgegen ging, kam etwas Nebel auf.

Blutmond über dem Münsterland

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  • Der Verlauf der Mondfinsternis

    Foto: Oliver Werner
  • Im nördlichen Münster hat Joachim Hilpert dieses Teleskopfoto gemacht.

    Foto: Joachim Hilpert
  • In der Nacht war eine totale Mondfinsternis zu sehen, die gar nicht so finster war...

    Foto: Matthias Ahlke
  • Kupferrot zeigte sich der Mond am frühen Morgen über Münster.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. So zeigte sich der "Blutmond" über Münsters Innenstadt.

    Foto: Ryan Ares
  • In Burgsteinfurt tauchte der Mond um 4.11 Uhr in den Kernschatten der Erde.

    Foto: Ralf Hoge
  • Um 4.32 Uhr ist der Mond über Burgsteinfurt rot gefärbt.

    Foto: Ralf Hoge
  • Der rote Schimmer rührt von langwelligem Licht, das von der Erdatmosphäre in den Schattenkegel gestreut wird. Kurz nach der Aufnahme verdeckten in Gronau Wolken die Sicht auf das Himmelsschauspiel.

    Foto: Patricia Ohlenburg
  • In der Nacht gab es nicht nur eine totale Mondfinsternis, der Mond (aufgenommen um 5.02 Uhr in Ladbergen) war der Erde auch sehr nah und deshalb besonders groß zu sehen. Das Phänomen nennt man Super-Mond.

    Foto: Ines Aufderhaar
  • Die besondere Konstellation (aufgenommen im Norden Münsters) hat laut LWL-Astronom Dr. Björn Voss wissenschaftlich gesehen übrigens "keinerlei Auswirkungen - weder auf uns, noch auf die Gezeiten".

    Foto: Christine Dedeck
  • Gegen 5.20 Uhr verließ der Mond (aufgenommen in Ascheberg-Herbern) den Kernschatten der Erde wieder.

    Foto: Anna Wingerts
  • Die nächste totale Mondfinsternis wird in Deutschland am 27. Juli 2018 zu beobachten sein.

    Foto: Jan Hullmann
  • So sah der Mond über Münster vor der Finsternis aus,...

    Foto: Oliver Werner
  • ...und so während der Finsternis.

    Foto: Oliver Werner
  • Gegen 5.20 Uhr bewegte sich der Mond...

    Foto: Oliver Werner
  • ...allmählich...

    Foto: Oliver Werner
  • ...aus dem Kernschatten der Erde heraus.

    Foto: Oliver Werner
  • Gegen 6.30 Uhr...

    Foto: Oliver Werner
  • ...verließ der Erdtrabant den Schatten und war wieder strahlend weiß.

    Foto: Oliver Werner

Bis dahin konnten Münsters Sternenfreunde ausgezeichnet beobachten. 50 Gäste verzeichnete das Planetarium. Die meisten kamen erwartungsgemäß erst nach vier Uhr. Voss: „Viele Besucher waren sehr begeistert vom plastischen Anblick des roten Mondes im Fernrohr, und von den vielen Erklärungen die es von uns dazu gab.“

Auch bei Facebook gab es zahlreiche Kommentare zu der Mondfinsternis: „Ein atemberaubendes Ereignis“, schrieb Karin Lietz. Nico Rose witzelte dagegen über den Namen „Blutmond“: „Er sollte eher Latte-Macchiato-Mond heißen.“

Tatsächlich zeigen die Bilder, die in der Nacht entstanden einen sehr rötlichen Mond. Die Erklärung: Ein Teil des Sonnenlichts, das auf der gegenüberliegenden Seite der Erdkugel auf die Erdoberfläche traf, wurde durch die Atmosphäre wie durch eine Linse gebrochen und in den Erdschatten gelenkt. Diese Lichtstreuung im rötlichen Spektralbereich traf den Mond.

Ein solcher „Blutmond“ wird erst im Jahr 2033 erneut zu sehen sein. Die nächste „normale“ Mondfinsternis ist schon 2019. Aber dann wird es keinen rötlichen Schimmer geben.

Bilder von der Mondfinsternis

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  • Der rote Mond faszinierte auch die Besucher am LWL-Museum. Foto: Matthias Ahlke
  • Der rote Mond faszinierte auch die Besucher am LWL-Museum. Foto: Oblonczyk,LWL
  • Der rote Mond faszinierte auch die Besucher am LWL-Museum. Foto: Oblonczyk,LWL
  • Der rote Mond faszinierte auch die Besucher am LWL-Museum. Foto: Oblonczyk,LWL
  • Der rote Mond faszinierte auch die Besucher am LWL-Museum. Foto: Matthias Ahlke
  • Der rote Mond faszinierte auch die Besucher am LWL-Museum. Foto: deRuesch
  • Der rote Mond faszinierte auch die Besucher am LWL-Museum. Foto: Oliver Werner
  • Der rote Mond faszinierte auch die Besucher am LWL-Museum. Foto: Oliver Werner
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