Neubau des Montessori-Kindergartens
Hier wird Integration gelebt

Münster -

Integration spielt heute in den meisten Kitas eine Rolle. Der Montessori-Kindergarten St. Mauritz, der am Freitag mit vielen geladenen Gästen die Einweihung seines Neubaus am Mauritz-Lindenweg feierte, war vor 28 Jahren eine der ersten Einrichtungen in Münster, in denen behinderte Kinder in die Gruppen integriert und gefördert wurden, erinnerte Wilhelm Gruber. Der Festredner gehörte zu den Gründungsmitgliedern, die 1987 nach langer Standortsuche den ersten Montessori-Kindergarten auf einem städtischem Grundstück an der Pötter­hoekschule eröffneten.

Sonntag, 01.11.2015, 13:11 Uhr

Ein Seeräuberlied präsentierte diese kleine Piraten-Bande bei der Einweihungsfeier des neuen Montessori-Kindergartens am Mauritz-Lindenweg.
Ein Seeräuberlied präsentierte diese kleine Piraten-Bande bei der Einweihungsfeier des neuen Montessori-Kindergartens am Mauritz-Lindenweg. Foto: hö

Jetzt, kurz vor dem Ablaufen des 30-jährigen Mietvertrages, haben Förder- und Trägerverein „den optimalen Standort gefunden“, schwärmte nicht nur Gruber , sondern auch Bezirksbürgermeister Peter Fischer-Baumeister ( Die Grünen / GAL ). Auf einem Grundstück der Stiftung Kinderheim St. Mauritz – in Nachbarschaft zur Albert-Schweitzer-Schule, die für die Feier kurzerhand Stühle und Grill zur Verfügung stellte, sowie der Kirche St. Mauritz. Der neue Pfarrer der fusionierten Großgemeinde, Hans-Rudolf Gehrmann, sah die Kirche in seinen Begrüßungsworten jedenfalls „nicht nur als räumlichen, sondern auch als „inhaltlichen Nachbarn“ – durch die christliche Verwurzelung der Reformpädagogin Maria Montessori.

Sie hat die Aussage „Hilf mir, es selbst zu tun“ mit pädagogischem Leben gefüllt, erklärte Kita-Leiterin Annette Rohlmann. Jedes Kind könne sich nach den Grundsätzen der Montessori-Pädagogik entsprechend seinen Talenten in ruhiger und entspannter Atmosphäre frei entfalten.

Die Rahmenbedingungen hierfür schafft das neue lichtdurchflutete Gebäude, in dem weitere 35 Kinder, davon 20 im Alter zwischen einem und drei Jahren betreut werden. Von den insgesamt 60 Kindern haben 15 Kinder aufgrund bestimmter Handicaps einen besonderen Förderbedarf. Hierfür stehen zusätzliche Räume für Therapien zur Verfügung.

Die Gruppenräume wurden als kleine Kinderparadiese mit Miniküchen, wohnlichen Holzmöbeln, Bereichen zum Toben, aber auch zum Kuscheln und Ruhen und vielen Lernmaterialien der Montessori-Pädagogik ausgestattet. Einen Einblick in die Sinnes- und Dimensionsmaterialien bekamen die Gäste bei der Führung durch die neue Kita mit Architekt Christoph Thiel. Erleichterung nach dem langwierigen Planungsprozess, aber auch Stolz auf das gelungene Ergebnis vermittelten Sebastian Kubis von der Montessori-Gemeinschaft und Thomas Wetterkamp vom Trägerverein.

Wie gut die Integration auch behinderter Kinder in der neuen Kita funktioniert, präsentierten bei der Feier einige Kinder mit musikalischen Ständchen.

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