Versteigerung der Sammlung Dietmar Schönherr
Traumziel überschritten

Münster -

Über 100000 Euro. Das war das Ergebnis der Versteigerung von 200 Exponaten aus der Sammlung von Dietmar Schönherr. Profitieren wird der Verein Pan y Arte.

Sonntag, 15.11.2015, 18:11 Uhr

Florian Schönherr, Großneffe von Dietmar Schönherr, begrüßte die Auktionsgäste in der Galerie Steinrötter. Auktionator Eric Wilbois (l.) bereitet sich auf die Auktion vor.
Florian Schönherr, Großneffe von Dietmar Schönherr, begrüßte die Auktionsgäste in der Galerie Steinrötter. Auktionator Eric Wilbois (l.) bereitet sich auf die Auktion vor. Foto: Günter Benning

Eric Wilbois hat schon manche Versteigerung geleitet. Gestern Nachmittag hat er sein Traumziel überschritten: „Das war die erfolgreichste Benefizversteigerung, die ich je in Münster erlebt habe.“ Zwischen 100 000 und 120 000 Euro erbrachte der Verkauf von 200 Werken aus der Sammlung von Dietmar Schönherr . Das teuerste Bild hing dezent neben Wilbois an der Wand: ein Exponat von Friedensreich Hundertwasser, das für 47 000 Euro an einen Käufer in die Schweiz ging.

Florian Schönherr ist Großneffe und Erbe des Schauspielers Dietmar Schönherr, der dem deutschen Fernsehpublikum unter anderem aus der Quizshow „Wünsch dir was“ mit seiner Frau Vivi Bach bekannt war. Er starb im vergangenen Jahr an seinem Wohnsitz auf Ibiza. Der Großneffe begrüßte die Neugierigen in der Galerie und dankte Galerist Claus Steinrötter und Eric Wilbois für ihr Engagement. Schon 1988 hatten sie gemeinsam mit Dietmar Schönherr Kunst für Nicaragua versilbert.

Versteigerung der Sammlung Dietmar Schönherr

„Dietmar“, so Florian Schönherr, „hat in Nicaragua eines der wichtigsten Kulturzentren für die Bevölkerung aufgebaut.“ Mit der von ihm gegründeten Organisation „ Pan y Arte “ (Brot und Kunst) fördert er Kulturmöglichkeiten für die einfache Bevölkerung. Der Erlös der Versteigerung geht voll an die Organisation mit Sitz an der münsterischen Rothenburg. „Damit sind unsere nächsten Projekte erst einmal gesichert“, sagt Nina Rohe von Pan y Arte.

Dabei fing die Versteigerung doch erst einmal verhalten an. Das erste Blatt ging für fünf Euro über den Auktionstisch. Auch beim dritten Bild, einer Pferdezeichnung, flossen bloß 55 Euro. „Ein billiger Gaul“, scherzte Wilbois. Zahlreiche Werke aus der Sammlung Schönherrs waren schwer zuzuordnen.

Andere allerdings waren umso wertvoller. Etwa eine Zeichnung mit Dietmar Schönherr und Österreichs Altbundeskanzler Bruno Kreisky. Das Startgebot von 5000 Euro war schon vor Beginn der Auktion auf 6000 geklettert.

Auch Werke von Arnulf Rainer, Daniel Spoerri oder Tomi Ungerer verzeichneten gute Startpreise .

Versteigerung der Bilder von Dietmar Schönherr

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  • Florian Schönherr freut sich über den großen Erfolg der Versteigerung.

    Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Claus Steinrötter hat schon 1988 eine Versteigerung organisiert.

    Foto: Günter Benning
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  • Claus Steinrötter hat schon 1988 eine Versteigerung organisiert.

    Foto: Günter Benning
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  • Antje Vogel

    Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
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  • Claus Steinrötter hat schon 1988 eine Versteigerung organisiert.

    Foto: Günter Benning
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  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Claus Steinrötter hat schon 1988 eine Versteigerung organisiert.

    Foto: Günter Benning
  • Auktionator Wilbois

    Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
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  • Foto: Günter Benning
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  • Foto: Günter Benning
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  • Auktionator Wilbois

    Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning
  • Foto: Günter Benning

Tatsächlich gingen die meisten teureren Werke an Bieter aus Österreich und der Schweiz. Schließlich war Schönherr, ein geborener Edler von Schönleiten, Tiroler. „75 Prozent der Gebote lagen schon vorher über das Internet vor“, sagt Eric Wilbois, „das ist eine allgemeine Tendenz.“ 

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