Unfall am Germania-Campus
Schranke trifft erneut Radlerin

Münster -

Die Schranke am Parkplatz zum Germania-Campus hat wieder eine Radlerin getroffen und verletzt. Rechtlich ist an der Anlage nichts zu beanstanden, trotzdem kommt es wiederholt zu Unfällen.

Donnerstag, 26.11.2015, 17:11 Uhr

Die Schranke am Parkplatz am Germania-Campus hat wieder eine Radlerin getroffen. Sie regt an, Warnhinweise anzubringen.
Die Schranke am Parkplatz am Germania-Campus hat wieder eine Radlerin getroffen. Sie regt an, Warnhinweise anzubringen. Foto: kv

An der Schrankenanlage des Parkplatzes am Germania-Campus ist technisch und rechtlich formal nichts zu beanstanden. Trotzdem kommt es dort wiederholt zu Unfällen von Radfahrern. Jetzt wurde Susanne Bauer von der herunterschnellenden Schranke getroffen.

„Zum Glück habe ich mich nicht schwer verletzt“, sagt Susanne Bauer. Sie wurde von der Schranke im Gesicht getroffen und stürzte vom Rad, erlitt dabei Prellungen und Schürfwunden. „Die Brille ist heil geblieben, und alle Zähne sind noch im Mund“, schrieb sie am 16. November an die zuständige Immobilienverwaltung – und äußerte die Bitte, die Schranke doch mit einem Warnhinweis zu versehen. Eine Reaktion auf ihre Nachricht erhielt Susanne Bauer bisher nicht.

Im April war der 82 Jahre alte Radfahrer Bernhard Bückmann von der Schranke getroffen worden und hatte sich dabei sehr schwer verletzt. Unsere Zeitung berichtete über seinen Fall. Ein Mitarbeiter der Immobilienverwaltung an dem Parkplatz berichtete davon, dass wiederholt Radfahrer gegen die Schranke stoßen würden – meistens zum Glück ohne schlimme Folgen.

Radler, die bei offener Schranke hinter einem Auto herfahren, das den Parkplatz verlässt, bedenken häufig nicht, dass die Schranke nach jedem Fahrzeug wieder heruntergeht. Solche Anlagen sind verbreitet an Parkplätzen im Einsatz und TÜV-geprüft.

Die Radfahrer müssen aufpassen.

Immobilienverwaltung Deilmann

So sieht sich die Immobilienverwaltung Deilmann, die den Parkplatz bewirtschaftet, auch nach dem neuerlichen Unfall weiter nicht in der Verantwortung. „Die Radfahrer müssen aufpassen“, heißt es dort. Allerdings sei man in Überlegungen, eventuell einen Warnhinweis für Radfahrer anzubringen.

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