Super-Biomarkt-Zentrale feiert Richtfest
Höchstes Holz-Hochhaus überragt die Hafen-Südseite

Münster -

Es ist nach Angaben der Investoren „Deutschland größtes Holz-Hybrid-Hochhaus“. Sieben Geschosse hoch, wird es unter anderem die Konzernzentrale der Super-Biomarkt-Kette werden. Am Montagmittag wurde am Mittelhafen Richtfest gefeiert.

Montag, 14.12.2015, 14:12 Uhr

Der Richtkranz weht am H7 (v.l.): Zimmermann Marcel Riedel, Architekt Andreas Heupel, Michael Radau, Dr. Vasant Desai und Zimmermann Christoph Heidermann.
Der Richtkranz weht am H7 (v.l.): Zimmermann Marcel Riedel, Architekt Andreas Heupel, Michael Radau, Dr. Vasant Desai und Zimmermann Christoph Heidermann. Foto: Oliver Werner

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Wo ist denn das Holz? Diese Frage stellte sich nicht nur Oberbürgermeister Markus Lewe, als er den Rohbau von „Deutschlands höchstem ­Holz-­­Hy­brid­gebäude“ am Mittelhafen betrat. Na, unter der Decke zum Beispiel. Die Stahlbeton-Decke trägt sich zwar selbst, die hellen Holzbalken dazwischen verhindern allerdings ein Durchbiegen.

„300 Kubikmeter Holz werden im H7 verbaut“, erläuterte Architekt Andreas Heupel. H7 steht für die sieben Geschosse, die dem Holz-Hybrid-Hochhaus den Rekord bescheren. Wobei die Landesbauordnung eigentlich nur vier tragende Holzgeschosse vorsehe. Also ging es darum, aus Holz, Stahl und Beton eine tragfähige Lösung zu stricken.

H7 feiert Richtfest

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  • Am Montag feierte das H7 am Hafen Richtfest. Foto: Oliver Werner
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  • Am Montag feierte das H7 am Hafen Richtfest. Foto: Oliver Werner
  • Am Montag feierte das H7 am Hafen Richtfest. Foto: Oliver Werner

Am Montagmittag wurde Richtfest gefeiert. „Peu à peu wird der Hafen entwickelt. Jetzt gehen wir an die B-Side“, freute sich Lewe über den Baufortschritt an der Süd­seite. Das H7 wächst zwischen der Käserei Söbbeke und dem Cronos-Bürohaus.

Sieben Schnäpse musste Bauherr Dr. Vasant Desai auf Handwerker und Gebäude trinken, als er auf dem Gerüst den Nagel ins Gebälk hämmerte. Zuvor hatte auch er bei der Suche nach dem Holz im Rohbau geholfen. „Es kommt heute wegen des Lichts nicht so zur Geltung. Treten Sie näher ran, dann spüren Sie die Geborgenheit und Wohlfühlathmosphäre durch die Holzwände“, begrüßte Desai die Gäste.

Sein Dank galt Mitinvestor Michael Radau, der als Ankermieter für ein ökologisches Baukonzept insistiert habe. Die Verwaltung der Super-Biomarkt-Kette bezieht im Herbst 2016 zweieinhalb Geschosse. Desai dankte auch der Stadt Münster, die das höchste Holz-Hybridgebäude Wirklichkeit werden lasse.

OB Lewe unterstrich den „innovativen Charakter“ des Gebäudes und die Hafen­entwicklung. Dort können die Münsteraner „arbeiten, Kultur und ihre Abende genießen und bald auch wohnen und einkaufen“.

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