600 Teilnehmer bei weihnachtlichem Rudelsingen
Mitträllern ohne Stress

Münster -

Einfach entspanntes Singen ohne Notendruck, das ist das Rezept des „Rudelsingens“. Zu einer weihnachtlichen Auflage der Gemeinschaftsveranstaltung kamen jetzt 600 Menschen ins Jovel.

Dienstag, 15.12.2015, 20:12 Uhr

Diese drei Münsteranerinnen waren mit Leib und Seele beim Rudelsingen mit dabei.
Diese drei Münsteranerinnen waren mit Leib und Seele beim Rudelsingen mit dabei. Foto: con

„Wann gibt es so viel Menschen in der Kirche?“ fragte David Rautenberg am Montagabend im Jovel. Und dann stimmte er mit 600 Rudelsängern „Hört der Engel helle Lieder“ an.

Auf der Bühne glänzte ein großer, geschmückter Weihnachtsbaum mit rot-goldenen Schleifen. Am E-Piano sorgte Philip Ritter für die richtigen Töne, ab und an von Rautenberg auf der Gitarre unterstützt. Eine große Leinwand auf der Bühne zeigte Rautenberg, der Liedtext war groß dahinter angeschlagen, so verpassten auch die hinteren Reihen und die Sänger auf der Empore nichts vom Geschehen.

Ob als Ersatz für die Fischerchöre, einfach entspanntes Singen ohne Notendruck, aber mit erfrischendem Radler – sie kamen zum vorweihnachtlichen Rudelsingen und hatten offensichtlich vor allem eins: Spaß an der Sache. Außer Weihnachtsliedern wurden altbewährtes Poppiges wie Abbas „Mama Mia“ oder Musicalmelodien wie „Bei mir bist du schön“ und Gospellieder gesungen.

Mit Leib und Seele singen

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  • 600 Besucher kamen zum weihnachtlichen Rudelsingen und hat offensichtlich vor allem eins: Spaß an der Sache. Foto: Maria Conlan
  • 600 Besucher kamen zum weihnachtlichen Rudelsingen und hat offensichtlich vor allem eins: Spaß an der Sache. Foto: Maria Conlan
  • 600 Besucher kamen zum weihnachtlichen Rudelsingen und hat offensichtlich vor allem eins: Spaß an der Sache. Foto: Maria Conlan
  • 600 Besucher kamen zum weihnachtlichen Rudelsingen und hat offensichtlich vor allem eins: Spaß an der Sache. Foto: Maria Conlan
  • 600 Besucher kamen zum weihnachtlichen Rudelsingen und hat offensichtlich vor allem eins: Spaß an der Sache. Foto: Maria Conlan

Darüber freuten sich zum Beispiel drei Münsteranerinnen, die seit der ersten Stunde im Schlossgarten-Café dabei sind und gern ohne Druck trällern, ohne den Zwang, immer die richtigen Töne treffen zu müssen. Ihre Begeisterung, mit Leib und Seele zu singen, war ihnen anzusehen.

Auf der Empore saßen vier Arbeitskolleginnen mit einem indischen Gast, der wegen der angeschlagenen Liedtexte auch engagiert mitträllern konnte – „ohne Stress im Nacken, egal ob richtiger Ton, egal ob textsicher“. Einige waren zum ersten Mal dabei, doch die erfahrenere Kollegin ahnte es: „Der Virus greift um sich“.

Und dann gab es noch die „geschmückten“ Vorweihnachtsfans – mit Heiligenschein. Sie brachten gleich ein paar Neulinge mit und kosteten aus, dass wenigstens hier gesungen wird, „sonst viel zu wenig“. Und dann schmetterten sie „In der Weihnachtsbäckerei“.

Die Freude stand den Besuchern in den Gesichtern geschrieben, wenn auch nicht bei allen Männern. Doch Rautenbergs lockere Sprüche und kleine Scherze zwischendurch erheiterten auch die Schüchternen. Rautenberg war zufrieden, und seine Mitsänger strahlten mit dem Weihnachtsbaum um die Wette.

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