Karneval in Münster
Rosenmontagszug mit Tempo 30

Münster -

Tempo 30 in der Innenstadt oder der frische Wind am Mühlenhof – der Bürgerausschuss Münsterscher Karneval hat 113 Zugnummern für den Rosenmontagszug am 8. Februar vergeben. Mit über 100.000 Zuschauern wird an der 4,5 Kilometer langen Strecke gerechnet.

Mittwoch, 27.01.2016, 07:01 Uhr

Der Prinzipalmarkt wird wieder einmal der Höhepunkt des Rosenmontagszuges sein. Davon ist die Spitze des Bürgerausschusses Münsterscher Karneval um (v.l.) Rolf Schröder, Werner Geitz, Dr. Helge Nieswandt und Gerd Meier überzeugt.
Der Prinzipalmarkt wird wieder einmal der Höhepunkt des Rosenmontagszuges sein. Davon ist die Spitze des Bürgerausschusses Münsterscher Karneval um (v.l.) Rolf Schröder, Werner Geitz, Dr. Helge Nieswandt und Gerd Meier überzeugt. Foto: Oliver Werner

Schrittgeschwindigkeit. Schneller ist der Rosenmontagszug nicht unterwegs. Und trotzdem spielt die angestoßene Debatte um Tempo 30 in Münsters Innenstadt bei gleich zwei Wagen die zentrale Rolle. Natürlich fährt das Thema bei den Witten Müsen als Polizeikarnevalsgesellschaft mit, wenn Polizeipräsident Kuhlisch schon öffentlich ein Tempolimit in der City propagiert. Die Leydensgenossen treten deutlicher in Opposition: „Meuterei auf dem Prinzipalmarkt – Volle Segel statt Tempo 30“, lautet das Motto ihres Karnevalswagens.

113 Zugnummern hat Zugkommandant Gerd Meier für den Rosenmontagszug am 8. Februar vergeben. Das sind drei weniger als vor einem Jahr. Der Ehrensenat der KG Soffie von Gievenbeck setzt auf den „Neuen Wind am Mühlenhof“ nach den öffentlich gewordenen Führungsquerelen im vergangenen Jahr. Der Coerder Carnevalsclub blickt auf „Münster und immer die alte Leier: Preußenstadion, Umgehungsstraße, Hafen . . .“ Die Narrenzunft Aasee weiß: „Im Zoo sind die Affen los“, die Nerbelofreier schlagen sich durch den „Großstadtdschungel Münster“, und die Närrischen Weiber blicken auf die Skulpturen-Ausstellung 2017.

Trotzdem bedauert Meier, dass unterm Strich die politischen und lokalen Themen im Zug dünn gesät sind. „Und dabei gab es einige, nicht nur die Oberbürgermeisterwahl“, findet er.

Viel größer indes sei das Problem gewesen, ausreichend viele Spielmannszüge zu verpflichten. Zehn sind es geworden und damit drei weniger als 2015. Meier: „Wir haben um sie kämpfen müssen. Viele treten Rosenmontag entweder in ihrem Heimatort auf, scheuen die Anfahrt nach Münster oder haben keinen Urlaub.“ 

Schlüsselübergabe

Am Sonntag (7.2.) vor Rosenmontag stürmt Prinz Bernard (Homann) das Rathaus. Zur Schlüsselübergabe am Prinzipalmarkt ist ganz Münster ab 11.11 Uhr eingeladen.

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67 Wagen und acht Fußgruppen setzen sich gemeinsam mit 15 Wagen und 13 Fußgruppen aus dem niederländischen Losser um 12.11 Uhr auf dem Schlossplatz in Bewegung. Je nach Witterung rechnet der organisierende Bürgerausschuss Münsterscher Karneval (BMK) mit 85 000 bis 115 000 Besuchern. Die viereinhalb Kilometer lange Zugstrecke hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht geändert. Ab 14.30 Uhr wird der närrische Tross den Prinzipalmarkt erreichen, mit dem Prinzen wird dort gegen 16.30 Uhr gerechnet.

Das Sicherheitskonzept für Münsters Rosenmontagszug ist seit Jahren „nahezu unverändert gültig“, sagt Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer. Polizei und Ordnungsamt kündigen zwar eine größere Präsenz an. „Eine besondere Sicherheitslage“, so Heuer, „ist in Münster nicht gegeben.“

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