Auszeichnung für islamischen Religionsphilosophen
Preis für Karimis „Hingabe“

Münster -

Der islamische Religionsphilosoph Milad Karimi von der Universität Münster wurde für sein Grundlagen-Werk mit dem Rumi-Preis der Stiftung für islamische Studien ausgezeichnet

Donnerstag, 11.02.2016, 16:02 Uhr

Der Rumi-Preis der Stiftung für islamische Studien wurde im Schloss verliehen (v.l.): Ehrenvorsitzender Mahdi Imanipour, Preisträger Milad Karimi, Rektorin Ursula Nelles, Laudator Bernhard Uhde und Vorsitzender Mahdi Esfahani.
Der Rumi-Preis der Stiftung für islamische Studien wurde im Schloss verliehen (v.l.): Ehrenvorsitzender Mahdi Imanipour, Preisträger Milad Karimi, Rektorin Ursula Nelles, Laudator Bernhard Uhde und Vorsitzender Mahdi Esfahani. Foto: Oliver Werner

Milad Karimi wurde am Mittwoch für einen Professor jugendliche 37 Jahre alt. Seine Autobiografie hat der Religionsphilosoph am Zentrum für islamische Theologie (ZIT) an der Universität schon vor drei Jahren veröffentlicht: Der Titel des als Flüchtlingskind aus Afghanistan eingewanderten und in Deutschland aufgewachsenen Karimi trägt den Titel „Osama bin Laden schläft bei den Fischen. Warum ich gerne Muslim bin und warum Marlon Brando damit viel zu tun hat“. 2015 hat Karimi ein Werk zu Grundfragen der systematisch-islamischen Theologie veröffentlicht. Für dieses Buch mit dem Titel „Hingabe“ wurde Karimi am Mittwoch im Schloss der Universität mit dem „Rumi-Preis“ der Stiftung für islamische Studien ausgezeichnet.

„Die Welt braucht gerade jetzt moderates Denken, eine moderate Lesart der Religion“, mahnte bei der Preisverleihung der Ehrenvorsitzende der Stiftung, Dr. Mahdi Imanipour in persischer Sprache. Die 2014 in Berlin gegründete Stiftung fördert unter anderem die Einrichtung einer Juniorprofessur für schiitische Studien am ZIT, die nach eigenen Angaben 2016 besetzt werden soll. Außerdem fördert sie die Herausgabe deutschsprachiger Buchreihen über islamische Studien. Sie verfolge das Ziel, „eine Vorstellung von einem vernunftbegabten und barmherzigen Islam“ zu etablieren und „zum Verständnis der Kulturen und Religionen beizutragen“, betonte Imanipour, bevor der Freiburger Religionshistoriker Prof. Bernhard Uhde die wissenschaftliche Leistung von Milad Karimi würdigte.

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