Ausbau der alten Germania-Gleis-Trasse
Grevener Straße: Zehn-Minuten-Takt für Busse

Münster -

Auf der Hammer Straße geht es. Auf der Wolbecker Straße, Weseler Straße oder Warendorfer Straße. Nur auf der Grevener Straße gibt es noch keinen Zehn-Minuten-Bus-Takt. Das ändert sich nach dem Ausbau der alten Germania-Gleis-Trasse im Oktober.

Samstag, 27.02.2016, 08:02 Uhr

Über diesen alten Bahndamm soll ab Oktober die Linie 17 ins Gewerbegebiet Nien­kamp fahren. Schon während der Sperrung der Kanalstraße diente die Verbindung als Ausweichstrecke.
Über diesen alten Bahndamm soll ab Oktober die Linie 17 ins Gewerbegebiet Nien­kamp fahren. Schon während der Sperrung der Kanalstraße diente die Verbindung als Ausweichstrecke. Foto: Oliver Werner

Auf den meisten großen Ausfallstraßen bieten die Stadtwerke den Buskunden einen Zehn-Minuten-Takt an – etwa auf der Hammer, Wolbecker, Weseler oder Warendorfer Straße. Auf der Grevener Straße im Norden der Stadt gelingt das bislang nicht. Im Zuge des neuen Nahverkehrsplans, der zum 10. Oktober umgesetzt wird, soll sich das aber ändern. Dafür werden Verbindungen getauscht und Linien umgelegt.

Zwar verkehren bislang mit der 6 und 15 schon zwei Buslinien auf der Grevener Straße. Doch diese bilden keinen verlässlichen Zehn-Minuten-Takt, weil die Linie 15 einen Schwenk durch das Gewerbegebiet am Nienkamp unternimmt. Zum Fahrplanwechsel im Herbst soll dieser Umweg nicht mehr gefahren werden. Das Gewerbegebiet wird stattdessen künftig von der Linie 17 erschlossen.

Die Linie 15 wird dann durchgängig die Grevener Straße befahren, als zweite Linie sorgt die 16 für den neu entstehenden Zehn-Minuten-Takt. Bisher fuhr sie über die Steinfurter Straße. Doch diese Verbindung nach Kinderhaus übernimmt demnächst die Linie 9.

Das Gewerbegebiet Nienkamp wird den Planungen zufolge ab Herbst durch die Linie 17 erschlossen. Sie schafft damit auch eine Verbindung zum Zentrum Nord und dem dortigen Bahn-Haltepunkt. Allerdings ist für diese Lösung der Ausbau der alten Germania-Gleis-Trasse zwischen Kanalstraße und Wienburgstraße – nördlich vom Wienburgpark – nötig. Dort soll eine sogenannte Umweltspur ausgewiesen werden, die eine Erweiterung der Fahrbahn auf 4,50 Meter erfordert sowie eine 6,50 Meter breite Ausweichstelle, damit entgegenkommende Busse problemlos passieren können. Die Kosten für diesen Ausbau belaufen sich laut Nahverkehrsplan auf etwa 600 000 Euro.

Dabei sollte die Umweltspur zunächst provisorisch hergestellt werden, heißt es, um eine zeitnahe Umsetzung der Linienwegmaßnahmen zu ermöglichen. Als Vorteile dieser Maßnahme werden Verbesserungen für Kinderhaus – unter anderem durch den Zehn-Minuten-Takt auf der Grevener Straße – sowie die Senkung von Betriebskosten für den Busverkehr ins Feld geführt.

Stadtwerke-Sprecher Florian Adler zeigt sich zuversichtlich, dass die sogenannte Gewerbelinie zum Oktober schon an den Start gehen kann, sofern die provisorischen Rahmenbedingungen geschaffen würden.

Der Termin für die Umsetzung des Nahverkehrsplans ist nicht zufällig gewählt: „Der 10. Oktober ist der erste Tag der Herbstferien“, stellt Stadtwerke-Sprecher Adler fest. Angesichts der geplanten Änderungen setze man darauf, dass an diesem Tag weniger Fahrgäste unterwegs seien – „ein sanfter Übergang“.

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