Kitaplätze
Beifall für Ausbauplan

Münster -

Die Stadt will bekanntlich massiv das Kita-Angebot ausbauen. Ratspolitiker der drei großen Fraktionen finden das gut.

Samstag, 27.02.2016, 06:02 Uhr

Die Stadt will massiv ihr Kitaplatz-Angebot ausbauen. Das finden Jugendpolitiker im Rat gut.
Die Stadt will massiv ihr Kitaplatz-Angebot ausbauen. Das finden Jugendpolitiker im Rat gut. Foto: dpa

Es ist ein gewaltiges Ausbauprogramm: 4000 statt 2000 neue Kitaplätze will die Stadt, wie berichtet, bis 2020 einrichten. Wenn am kommenden Mittwoch (2. März) der Verwaltungsvorschlag im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familien diskutiert wird, deutet sich kein Widerstand an. Familienpolitiker der drei großen Parteien im Rat äußern sich im Vorfeld zustimmend zu dem Programm.

„Die Verwaltung hat mit dem Ausbauprogramm einen guten Job gemacht“, lobt die Ausschussvorsitzende Jutta Möller (Grüne). Sie ist überzeugt, dass die vielen Plätze gebraucht werden und glaubt auch, dass künftig mehr als die Hälfte der Eltern auch für ihre unter drei-jährigen Kinder einen Betreuungsplatz wünschen. Die Verwaltung geht nach einer Umfrage bisher von diesem Bedarf aus.

Einziger wunder Punkt des Ausbauprogramms ist für sie die geplante Überbelegung der dazu bereiten Kitas mit zwei Kindern je Gruppe. Das fördere nicht die Qualität der Betreuung, so Möllers, aber: „Keiner hat bessere Ideen, um das Angebot zu erweitern, und niemand kann zaubern.“

Beifall kommt auch vom jugendpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion. Richard-Michael Halberstadt. Für ihn ist wichtig, dass möglichst alle Eltern wohnortnah Betreuungsplätze finden und das Personal der Einrichtungen gut ausgebildet ist. Ihn freut auch, dass die Stadt nun ernst machen wolle bei der konsequenten Suche nach freien Grundstücken für den Kita-Bau. Die Anwohner müsse man dabei „mitnehmen“ ergänzt er noch – und erinnert daran, dass es in der Stadt stellenweise gegen den Neubau von Kitas Widerstand gab und gibt, aktuell in Handorf am Willingrott. Dass vorwiegend mit Fertigmodulen gebaut werden soll, findet auch SPD-Ratsherr Robert von Olberg richtig. Die SPD hatte auch angeregt, verstärkt private Investoren beim Kita-Bau ins Boot zu holen, ein Vorschlag, dem die Verwaltung nun folgen wolle. Vom stetig wachsenden Bedarf an Kitaplätzen ist er ohnehin überzeugt. 

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