1000-Kreuze-Marsch
Abtreibungsgegner ziehen mit weißen Kreuzen durch die Innenstadt

Münster -

Am Samstagnachmittag marschierten knapp 100 Abtreibungsgegner durch Münsters Innenstadt. Der sogenannte 1000-Kreuze-Marsch blieb recht friedlich - abgesehen von kleineren Störaktionen durch Gegendemonstranten.

Samstag, 19.03.2016, 18:03 Uhr

1000-Kreuze-Marsch : Abtreibungsgegner ziehen mit weißen Kreuzen durch die Innenstadt
Mit weißen Holzkreuzen zogen die Sympathisanten des Netzwerks „Europrolife“ durch Münster. Foto: Helmut Etzkorn

Knapp 100 Sympathisanten des Netzwerks „Europrolife“ versammelten sich am Mittag an der Aegidiikirche, um mit ihrer Gebetsprozession „den ungeborenen Kindern eine Stimme zu verleihen“, so Veranstalter Wolfgang Hering . Seit 2003 ziehen die christlich orientierten Abtreibungsgegner mit weißen Holzkreuzen in der Hand einmal im Jahr durch die Westfalenmetropole, seit einigen Jahren werden die leisen Gesänge begleitet von schrillen Protesttönen aus Trillerpfeifen und Musikboxen von rund 200 Aktivisten, die sich für das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch und ein selbstbestimmtes Leben einsetzen.

1000-Kreuze-Marsch durch Münster

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  • Beim sogenannten 1000-Kreuze-Marsch durch Münster kam es zu kleineren Auseinandersetzungen zwischen Gegendemonstranten und der Polizei.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Rund 100 Sympathisanten des Netzwerks „Europrolife“ zogen am Samstagnachmittag in einer Gebetsprozession durch die Innenstadt.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Seit 2003 marschieren die christlich-fundamentalistisch orientierten Abtreibungsgegner jährlich durch Münster.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Mit weißen Holzkreuzen wollen sie „den ungeborenen Kindern eine Stimme verleihen“.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Begleitet wurde der Prozessionszug von schrillen Protesttönen aus Trillerpfeifen und Musikboxen von rund 200 Gegendemonstranten.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Foto: Helmut Etzkorn
  • Die Abtreibungsgegner liefen von der Aegidiikirche bis zum Domplatz.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Insgesamt waren Einsatzzüge mehrerer Polizei-Hundertschaften aus NRW als Begleitschutz in der City unterwegs.

    Foto: Helmut Etzkorn

Rangeleien auf dem Domplatz

Bei der Schlussandacht auf dem Domplatz kam es zu kleineren Rangeleien zwischen Polizisten und einigen Demonstranten, die sich unter die Gläubigen gemischt hatten und lautstark gegen die Gebete anbrüllten. Insgesamt waren Einsatzzüge mehrerer Polizei-Hundertschaften aus NRW als Begleitschutz der Gläubigen in der City unterwegs. Trotzdem gelang es, den Marschieren währen des Gebetszuges in Höhe Salzstraße ihr einziges Mikrofon für den mobilen Gebets-Lautsprecher zu stehlen.

Am Domplatz hatten Unbekannte in Nistkasten-Attrappen an Bäumen Minisirenen versteckt, die beim Eintreffen der Betenden per Handy ferngesteuert wurden. Die Christen ließen sich von all den Aktionen allerdings nicht provozieren. „Beten und gar nicht hinschauen“, gab ihnen Hering mit auf dem Weg. Und daran hielten sie sich auch.

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