Volkstrauertag-Gedenken am Rathaus
Kranzniederlegung wird verlegt

Münster -

Nach der Kritik am Ort der Kranzniederlegung beim Volkstrauertag im vergangenen Jahr soll dieser Teil der Gedenkfeier verlegt werden.

Mittwoch, 11.05.2016, 18:05 Uhr

Die Kranzniederlegung findet nicht mehr am „Dreizehner-Denkmal“ statt.
Die Kranzniederlegung findet nicht mehr am „Dreizehner-Denkmal“ statt. Foto: Oliver Werner

Im November hatte die Friedenskooperative Münster wie berichtet – angemahnt, dass das „Dreizehner-Denkmal“ an der Promenade wegen eines dort zu lesenden Wehrmachts-Spruches der „denkbar ungeeignetste Ort“ für die Gedenkveranstaltung sei. Nun soll die Kranzniederlegung erstmals auf dem „Platz des Westfälischen Friedens“ im Rathausinnenhof stattfinden.

Das haben der Ältestenrat der Stadt Münster und der Bezirksvorstand des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Mittwoch in getrennten Beratungen festgelegt. In einer gemeinsamen Erklärung von Stadt und Volksbund heißt es, entscheidend sei das würdige Gedenken an die Gefallenen und andere Opfer von Gewalttaten. Der Rathausinnenhof sei als „Platz des Westfälischen Friedens“ durch seinen Namen ebenso dafür geeignet wie durch die Friedenssymbole, die Gedenktafel mit dem Text „Den Opfern der Kriege und der Gewalt“, die Chillida-Skulptur „Toleranz durch Dialog“ und durch die Nachbarschaft zum historischen Friedenssaal. Nach der Kranzniederlegung am neuen Ort soll – wie bisher – die zentrale Gedenkfeier im Festsaal des Rathauses folgen.

Der Entscheidung vorausgegangen seien Gespräche zwischen Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke , Bezirksvorsitzender des Volksbundes, Wolfgang Heuer, Stadtrat und Vorsitzender des Volksbund Kreisverbandes, Vertretern der Reservistenkameradschaft Münster und Brigadegeneral Dieter Meyerhoff als Standortältestem. Darin sei auch die Option besprochen worden, eine weitere Kranzniederlegung auf den Kriegsgräberstätten des Waldfriedhofs Lauheide vorzunehmen. Dort befinden sich die Grabstätten von etwa 2000 Toten aus dem Zweiten Weltkrieg, davon mehr als die Hälfte aus alliierten Nationen.

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