Kommentar: Brandanschlag Hiltrup
Anschlag auf die Stadtgesellschaft

Der neuerliche Brandanschlag auf die geplante Flüchtlingsunterkunft in Hiltrup ist ein Anschlag auf die offene Stadtgesellschaft Münsters. Es ist ein Anschlag auf all die, die diese Stadt zu einer lebenswerten machen, die ausgeprägtes  bürgerschaftliches Engagement zeigen, die vielerorts tagtäglich im Kleinen Solidarität leben, die Menschen in Not helfen und die sich in diesen Zeiten eben besonders für Flüchtlinge einsetzen. 

Samstag, 04.06.2016, 15:06 Uhr

Deshalb sind Betroffenheit und Fassungslosigkeit über das, was in so kurzer Zeit zum zweiten Mal in Hiltrup geschehen ist, in weiten Teilen der Bevölkerung Münsters so groß. In der Nacht zu Samstag stand nicht allein ein Gebäude in Flammen: Menschenverachtende Gesinnungen wollten mit ihrem extremistischem Handeln einen Wert bekämpfen, für den die Stadt des Westfälischen Friedens in besonderer Weise einstehen will: Mitmenschlichkeit.

Mag es in der Flüchtlingspolitik in den vergangenen Monaten unterschiedliche Meinungen  über das Vorgehen gegeben haben: Alle Menschen, die in Münster Zuflucht gefunden haben, verdienen unseren Schutz gegenüber jeder Form von Anfeindung und Gewalt. Diesen Grundkonsens werden kriminelle Brandbeschleuniger nicht aushebeln können. Das erfordert aber Wachsamkeit an allen Stellen der Gesellschaft. Dabei muss jeder an seinem Platz mithelfen und Zivilcourage beweisen. Den Rest müssen die Strafverfolgungsbehörden erledigen. Hoffentlich haben sie Erfolg.

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