Jüdische Gemeinde verurteilt Brandanschläge
„Mit Härte gegen Täter vorgehen“

Münster -

Auch die Jüdische Gemeinde Münster verurteilt die wiederholten Brandanschläge gegen das Flüchtlingsheim Münster/Hiltrup.

Dienstag, 07.06.2016, 13:06 Uhr

Sharon Fehr
Sharon Fehr Foto: Jürgen Peperhowe

„Unsere Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Münster verbanden die gewaltbereite ablehnende Haltung von Menschen gegenüber Flüchtlingen  bisher überwiegend mit dem Osten wie Mecklenburg, Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Dass fremdenfeindliche Gewalt gegenüber Flüchtlingen sich auch in Münster/ Hiltrup , also unmittelbar vor unserer eigenen Haustür,  in brutalen Hässlichkeit entlädt, das macht die Jüdische Gemeinde Münster doppelt sprachlos“, so Gemeindevorsteher Sharon Fehr .

Es sei erschreckend, dass Gewalttäter gegen die Aufnahme von Flüchtlingen offensichtlich immer brutaler werden. „Die gewaltbereiten Täter nehmen scheinbar überhaupt keine Rücksicht, ob Menschen bei diesen Übergriffen verletzt werden – ausgerechnet Menschen, die aufgrund schwerer Verfolgung bei uns  Schutz, Heimat suchen“, so Fehr weiter. „Dass solche verabscheuungswürdigen Angriffe nicht nur im Osten stattfinden, sondern bundesweit und jetzt wiederholt hier in Münster, bereitet auch den Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde Münster allergrößte Sorgen. Wir hoffen inständig, dass gegen diese abscheulichen Gewalt-Täter mit der ganzen Härte des Rechtsstaates vorgegangen wird und die Täter bald dort landen werden, wo sie hingehören: in den Strafvollzug“, appelliert er.

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