Neue Taschengeldbörse für Senioren
Jung hilft Alt für kleines Geld

Münster -

Immer mehr Menschen brauchen im Alter nicht nur Hilfe im Alltag – sie vereinsamen auch zunehmend. Eine gleichzeitige Lösung für beide Probleme hoffen jetzt die Kommunalen Stiftungen Münster gefunden zu haben.

Mittwoch, 08.06.2016, 15:06 Uhr

Gemeinsam   packen sie an (v.l.): David Reid (Ehrenamtlicher), Martin Schofer (Kommunale Seniorenvertretung), Cornelia Wilkens (Sozial- und Stiftungsdezernentin), Brigitte Feike, Jörg Jablonski, Maria Meininger und Anna Thiede (jeweils Ehrenamtliche)
Gemeinsam   packen sie an (v.l.): David Reid (Ehrenamtlicher), Martin Schofer (Kommunale Seniorenvertretung), Cornelia Wilkens (Sozial- und Stiftungsdezernentin), Brigitte Feike, Jörg Jablonski, Maria Meininger und Anna Thiede (jeweils Ehrenamtliche)

Gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner, der Kommunalen Seniorenvertretung , sowie einem Team aus Ehrenamtlichen bringen sie ab sofort die Taschengeldbörse auf den Weg.

Die Idee dahinter ist simpel: Interessierte Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren melden sich ebenso wie ältere Menschen, die Hilfe im Alltag benötigen. „Die Taschengeldbörse funktioniert als Vermittlungsbörse“, erklärt Kirsten Wegener-Brücker, Koordinatorin des Projekts „Von Mensch zu Mensch“. Die Taschengeldbörse ist zunächst an drei Stadtteil-Initiativen von „Von Mensch zu Mensch“ angehängt. „Ich gehe davon aus, dass bald weitere Initiativen folgen werden“, gibt sich Paul Claahsen von den Kommunalen Stiftungen optimistisch. Festgelegt ist lediglich, dass die Jugendlichen für ihre Tätigkeiten mindestens fünf Euro Stundenlohn erhalten – den genauen Preis legen freilich Alt und Jung gemeinsam fest.

Martin Schofer von der Kommunalen Seniorenvertretung, auf deren Initiative das Projekt fußt, stellt klar, dass die finanzielle Gegenleistung nicht nur für die Jugendlichen wichtig ist: „Auch viele ältere Menschen möchten die Hilfe oft nicht kostenlos in Anspruch nehmen.“

Sozial- und Stiftungsdezernentin Cornelia Wilkens betont, dass sich die Taschengeldbörse ideal ins bestehende städtische Konzept einfügt: „Wir wollen, dass Senioren so lange wie möglich zu Hause wohnen können.“ Sie weiß aber auch: „Service wie im Rahmen der Taschengeldbörse könnten wir als Stadt nicht leisten.“ Deshalb ist das Projekt von Ehrenamtlichen abhängig – bisher haben sich fünf Freiwillige gefunden.

Sie werden jeden Donnerstag zwischen 16 und 18 Uhr eine Sprechstunde im Gesundheitshaus anbieten, um die Interessenten zu informieren und zu vernetzen.

Zum Thema

Interessenten können sich per Telefon (0251/14917752), per E-Mail (tab@muenster.de) oder online (www.taschengeldboerse-muenster.de) melden.

...
Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4065280?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F4847812%2F4847824%2F
Mammut-Milchzahn – „Der Fund meines Lebens“
Der etwa sechs Zentimeter lange Milchstoßzahn eines Mammutjungen ist für die Paläontologen eine wahre Sensation.
Nachrichten-Ticker