Event
Feiern und spenden im „Lieblingshafen“

Münster -

Nach Startschwierigkeiten ist nun endlich die Partyreihe „Lieblingshafen“ angelaufen. Und: Sie soll in Serie gehen.

Donnerstag, 09.06.2016, 11:06 Uhr

„Lieblingshafen“ heißt die Veranstaltung, die von Sergej Martirosov organisiert wird. Den Gewinn der ersten Auflage hat er komplett dem Hilfsprojekt „Skate Aid“ von Titus Dittmann spendiert.
„Lieblingshafen“ heißt die Veranstaltung, die von Sergej Martirosov organisiert wird. Den Gewinn der ersten Auflage hat er komplett dem Hilfsprojekt „Skate Aid“ von Titus Dittmann spendiert. Foto: kal

Die Premiere der Veranstaltungsreihe „Lieblingshafen“ ging gründlich schief. Weil ein Teil des Events im Freien stattfinden sollte, wurde Veranstalter Sergej Martirosov (24) im vergangenen Sommer vom Ordnungsamt ausgebremst. Die Behörde befürchtete, dass der zu erwartende Lärm die Anwohner auf die Barrikaden treiben könnte. Martirosov sagte das Event, für das er nach eigenen Angaben bereits 800 Karten verkauft hatte, keine 24 Stunden vor Beginn ab. 

Doch inzwischen haben sich die Wogen geglättet. Vor wenigen Wochen ging die Premiere mit einjähriger Verspätung über die Bühne – die vier Kneipen, die allesamt ein eigenes Musikprogramm präsentierten, verzichten einfach darauf, auch im Freien zu feiern. „Insgesamt waren 1033 Gäste dabei“, berichtet der 24-Jährige. Den Gewinn, 2413,81 Euro, habe er auf 2500 Euro aufgerundet und inzwischen an Titus Dittmanns Projekt „Skate Aid“ überwiesen. So wurde das Event, das vor einem Jahr einfach nur den Hafen feiern sollte, innerhalb weniger Monate zu einem Charity-Ereignis, das demnächst mit weiteren Veranstaltungen fortgesetzt werden soll, wie Martirosov berichtet. Und erneut soll dann ein Teil des Gewinns an „Skate Aid“ weitergeben werden.

Sergej Martirosov stammt übrigens aus Armenien. Er kam bereits als Kind nach Münster, nachdem dort ein Krieg ausgebrochen war. Der Zufall verschlug die Familie nach Münster. Später besuchte Sergej in Münster das Gymnasium, machte sich schließlich mit einer Werbe- und Veranstaltungsagentur selbstständig. Schon länger richtet er die Reihe „Viva la Vida“ aus, die regelmäßig im Heaven am Hafenweg stattfindet. Die Party findet drei Mal im Jahr statt und lockt mit ihrem Tribal-House, der House-Musik mit Ethno-Musik mischt, jedes Mal ein großes Publikum an. Die nächste Ausgabe steigt am 18. Juni.

Ende des Jahres plant Martirosov dann auch den nächsten „ Lieblingshafen “, wieder nur drinnen, damit Nachbarn und Ordnungsamt auch ja keinen Ärger machen. Nachdem bei der gescheiterten Premiere sechs Hafen-Gastronomien teilnehmen wollten, waren bei der tatsächlichen Premiere dann nur vier dabei – Tendenz: ausbaufähig.

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