Polizei rüstet weiter auf
Neue Schutzwesten und verbesserte Maschinenpistolen für Streifenwagen-Besatzung

Münster -

Die Streifenwagen-Besatzungen der Polizei in NRW werden weiter auf­gerüstet. So soll die Hand­habung und Zielvorrichtung der Maschinenpistolen durch eine neue Visierung verbessert werden. Zudem bekommen die Beamten leichtere Schutzwesten, die eine höhere Durchschlags­sicherung haben.

Samstag, 11.06.2016, 08:06 Uhr

Polizei rüstet weiter auf : Neue Schutzwesten und verbesserte Maschinenpistolen für Streifenwagen-Besatzung
Polizeipräsident Hans-Joachim Kuhlisch Foto: Jürgen Peperhowe

„Es gibt landesweite Erkenntnisse, dass die Streifenwagen-Besatzungen bei Amok­läufen oder terroris­tischen Einsatzlagen als Erste vor Ort sein werden, bevor das SEK gerufen wird“, sagt Münsters Polizeipräsident Hans-Joachim Kuhlisch . Die Kollegen müssten darauf vom Einsatztraining, von der Ausrüstung und mental vorbereitet sein. „Sie müssen auch dazu bereit sein, im Ernstfall zuzugreifen“, so Kuhlisch. Die Streifenwagen waren nach den Terror­anschlägen von Paris im November mit Maschinenpistolen ausgestattet worden.

Kuhlisch ist zum Start der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich davon überzeugt, dass der Gastgeber auch in Sicherheitsfragen „aufgrund der eigenen Erfahrungen“ gut vorbereitet ist. „Es kann auch sein, dass alle auf so ein Ereignis fixiert sind – und dann brennt es in der anderen Ecke“, sagt Kuhlisch. Das Vorgehen von terroristischen Tätern folge keiner Logik und sei deshalb schwer vorhersehbar. Wichtig sei, Hinweisen nach­zugehen, betont Kuhlisch.

Hakenkreuze und Heil-Hitler-Rufe nehmen zu

Die Public-Viewing-Ver­anstaltungen rund um die EM habe die Polizei im Blick. Sie zeige „dabei aber nicht unbedingt sichtbare Präsenz. Dazu gibt es in Münster und dem Münsterland, glaube ich, keinen Anlass“, sagt der Polizeipräsident.

Die beiden Brandanschläge auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Münster-Hiltrup habe die objektive Sicherheitslage nicht ver­ändert, weil die beiden inzwischen verhafteten Männer Einzeltäter seien. „Wichtig war für das subjektive ­ Sicherheitsgefühl, dass wir so einen schnellen Fahndungserfolg hatten“, so Kuhlisch.

Die Flüchtlinge in Münster und dem Münsterland müssten sich keine Sorgen um ihre Sicherheit machen.

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