Juristerei
Von Münster aus 40 Uni-Städte erobert

Münster -

Generationen angehender Juristen kennen Alpmann Schmidt. Denn ohne Repetitorium geht der Weg zum Examen selten.

Montag, 13.06.2016, 07:06 Uhr

Süßes statt trockener Paragrafen: Die Geschäftsführer des Repetitoriums Alpmann Schmidt, Dr. Rolf Krüger (v.l.), Dr. Klaus Winkler und Horst Wüstenbecker, blicken auf die Gründung vor 60 Jahren in Münster zurück.
Süßes statt trockener Paragrafen: Die Geschäftsführer des Repetitoriums Alpmann Schmidt, Dr. Rolf Krüger (v.l.), Dr. Klaus Winkler und Horst Wüstenbecker, blicken auf die Gründung vor 60 Jahren in Münster zurück. Foto: Oliver Werner

Für Generationen von Juristen führte an Alpmann Schmidt kein Weg vorbei: Das juristische Repetitorium hat in den vergangen sechs Jahrzehnten vielen Studenten auf dem steinigen Weg zum Staatsexamen geholfen – mit Wissensvermittlung am konkreten Fall. So wie es die beiden Rechtsanwälte Josef Alpmann und Kurt Schmidt schon bei der Gründung 1956 als Leitidee ausgegeben haben.

Von Münster aus haben die juristischen Lehrgänge von Alpmann Schmidt inzwischen 40 Universitätsstädte in Deutschland erobert: Etwa 8000 Studenten und Referendare nehmen jährlich an den Kursen teil, wie das Unternehmen mitteilt. Damit ist man nach eigener Einschätzung Marktführer im Bereich der juristischen Repetitorien in Deutschland.

„In den vergangenen 60 Jahren haben rund 300 000 Teilnehmer unsere Kurse besucht“, so Dr. Rolf Krüger, der sich zusammen mit Horst Wüstenbecker und Dr. Klaus Winkler die Geschäftsführung teilt. Man sehe sich nicht als Konkurrenz zur Universität, sondern verstehe sich als privater Dienstleister. Der ist seit 1961 auch juristischer Fachverlag mit einer Vielzahl von Titeln und bietet seit den 70er-Jahren Fernklausurenkurse an. „Rund 1500 Klausuren werden pro Woche in Münster korrigiert“, so Krüger.

Wie es aussieht, dürfte die Nachfrage bei den Repetitorien auch künftig kaum sinken. Denn die Ausbildung zum Einheitsjuristen, der später etwa Richter, Staats- oder Rechtsanwalt werden kann, birgt eine kaum fassbare Wissensfülle. Darin liegt nach den Worten von Horst Wüstenbecker aber gerade die „Wertigkeit der deutschen Juristenausbildung“. An Letzterer wirkt Alpmann Schmidt mit, in dem man sich an der Durchführung von Masterstudiengängen im Wirtschafts- und Steuerrecht beteiligt, wie es heißt.

Das 60-jährige Bestehen wurde am Wochenende im Beisein von 170 Gästen mit einem Festakt im Rathausfestsaal gefeiert. Für inhaltliche Tiefe sorgten dabei die Gedanken von Prof. Dr. Heinrich Weber-Grellet zur Zukunft der Juristenausbildung. Den heiteren Part übernahm der Comedian Dr. Dominik Herzog, ein Rechtsanwalt mit einer gehörigen Portion Humor.

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