Pyrotechnik
Überraschendes Urteil

Münster/Osnabrück -

Juristische-Nachlese der Partie VfL Osnabrück gegen Preußen Münster aus dem Jahr 2014. Es ging um Geschehnisse auf den Rängen.

Montag, 13.06.2016, 17:06 Uhr

R auchschwaden 2014 im Osnabrücker Stadion
R auchschwaden 2014 im Osnabrücker Stadion Foto: Peperhowe

Das Verfahren gegen einen 23-jährigen Mann, der der Ultra-Bewegung rund um den Fußball-Drittligisten Preußen Münster zugerechnet wird und Pyrotechnik gezündet haben soll, ist wegen unvollständiger Ermittlungsergebnisse eingestellt worden. Das bestätigte das Amtsgericht Osnabrück auf Nachfrage. Die Staatsanwaltschaft hat allerdings schon angekündigt, eine neue und detailliertere Anklageschrift verfassen zu wollen.

Dem 23-jährigen Preußen-Anhänger wurde vorgeworfen, zusammen mit weiteren nicht identifizierten Ultras verbotene pyrotechnische Gegenstände gezündet zu haben, als der SC Preußen im August 2014 in Osnabrück gespielt hat. Der Beschuldigte selbst soll dabei eine bengalische Fackel abgebrannt haben. Ihm wird ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz sowie gefährliche Körperverletzung zu Last gelegt.

Infolge der Rauchschwaden, die durch das Zünden von Pyrotechnik und Rauchtöpfen entstanden sind, litten bei der damaligen Partie mehrere Stadion-Besucher in unterschiedlicher Schwere unter Rauchvergiftungen. Sie hatten laut Anklage Beschwerden wie Atemnot oder Hustenreiz.

Das Verfahren vor dem Schöffengericht sei eingestellt worden, weil in der Aklage „wesentliche Ergebnisse der Ermittlungen“ nicht genannt worden seien, erklärte ein Sprecher des Amtsgerichts Osnabrück.

Das Gericht vermisste demnach in der Anklage erforderliche, zur Beweiswürdigung notwendige Tatsachen für diesen Fall. Deshalb wurde das Verfahren auf Antrag der Verteidigung des 23-Jährigen eingestellt. Der Verdächtige stammt laut Amtsgericht nicht aus Münster , sondern aus Versmold.

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